Spartipps für die Versicherung | Clever vergleichen und sparen

Wer sich gut versichern möchte sollte zunächst verschiedene Versicherungen miteinander vergleichen. Auf diese Weise lassen sich unnötige Kosten vermeiden und es lässt sich Geld sparen.Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschheit. Seit wir von den Bäumen geklettert sind und uns in der Gemeinschaft der zivilisierten Gesellschaft bewegen, ist es uns ein Bedürfnis, Dinge, die uns wichtig sind, abzusichern. Die ersten Vorläufer moderner Versicherungen wurden schon im alten Rom dokumentiert. Dort schlossen sich ärmere Bevölkerungsschichten zusammen und gründeten eine „Sterbekasse“, um die aufwendigen und kostspieligen Bestattungszeremonien zu bewältigen. Im Mittelalter gab es erste Gilden, welche bei Schiffsbrüchen und Bränden halfen.

So entstand das Prinzip der Versicherung: Menschen, die von derselben Gefahr bedroht sind, schließen sich zu einer Gefahrengemeinschaft zusammen. Sie zahlen einen vorher berechneten Geldbetrag in einen Topf und derjenige, der geschädigt wurde, konnte aus diesem Topf entschädigt werden. So entwickelte sich das Versicherungswesen rasant, heutzutage ist die Versicherungsbranche ein boomender Wirtschaftszweig, viele Versicherungen sind sogar gesetzlich verpflichtend.

Angebote von Versicherungen verschiedenster Arten schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Beitragsspanne innerhalb der Versicherer ist heutzutage sehr breit, aber auch die Angebotsvielfalt ist enorm. Der Versicherungsvergleich in diversen Portalen ist zurecht zum Volkssport geworden. Doch nicht nur über Versicherungsvergleiche vor dem Vertragsabschluss kann man Geld sparen. In diesem Beitrag beleuchten wir kompakt die wichtigsten Versicherungsarten hinsichtlich Prinzip, Notwendigkeit und Sparmöglichkeiten. Aus der sehr großen Vielfalt bestehender Versicherungen aller Art haben wir folgende Versicherungsarten näher unter die Lupe genommen:

Haftpflichtversicherung
Krankenversicherung
Rentenversicherung
Lebensversicherung
KFZ-Versicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung
Pflegeversicherung
Rechtsschutzversicherung
Unfallversicherung
Hausratsversicherung

 

Die Haftpflichtversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Die Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen unserer Zeit. Als Haftpflicht wird laut Definition die Pflicht bezeichnet, einen selbst verursachten Schaden an dem Eigentum einer anderen Person ersetzten zu müssen, d.h. für diese zu haften. Auch wenn nicht gesetzlich verpflichtend, so verfügt fast jeder Haushalt inzwischen über eine private Haftpflichtversicherung. Aus diesem Grund ist sie im Vergleich zu anderen Versicherungen für jeden bezahlbar, es gibt Haftpflichtversicherungen schon für Beiträge von unter 5 Euro im Monat, sodass selbst Studenten, Sozialhilfeempfänger oder Rentner die Möglichkeit haben, sich gegen selbst verschuldete Schäden absichern.

Über 40 Millionen Menschen in Deutschland sind im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung. Im Gegensatz zur privaten Haftpflichtversicherung gehört die Kfz-Haftpflichtversicherung zu den gesetzlichen Pflichtversicherungen. Grundsätzlich unterscheidet man diese verschiedene Formen der Haftpflichtversicherung:

Haftpflichtversicherung für private Risiken
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Pflichthaftpflichtversicherung z.B. Kfz-Haftpflichtversicherung

Da die private Haftpflichtversicherung mit Abstand der wichtigste Zweig dieser Versicherungsart darstellt, beziehen wir unsere Spartipps auf diese Form der Haftpflichtversicherung.

Spartipps zur privaten Haftpflichtversicherung

Bei Abschluss eines Erstvertrags ist es wichtig, hinsichtlich der eignen Situation und Erwartungen an die Versicherung eine eingehende Recherche durchzuführen und die in Frage kommenden Anbieter ausgiebig hinsichtlich Preis und Leistung zu vergleichen. In der Fülle der angebotenen Versicherungen ist ein eingehender Vergleich Grundvoraussetzung, um nicht in einen überteuerten Vertrag mit evtl. unzureichenden Leistungen zu rutschen. Die Recherche in entsprechenden Vergleichsportalen erleichtert die Suche nach der geeigneten Versicherung, sollte aber gut vorbereitet sein und gründlich durchgeführt werden. Geld sparen beim Versicherungsabschluss erfordert Zeit und Geduld.

Wer beim Vergleich der Haftpflichtversicherer seine individuellen Prioritäten dokumentiert, kann die Zahl der potenziellen Versicherungen von vorneherein einschränken. Wichtige Punkte hierbei sind z.B. Höhe des Beitrags, maximale Auszahlungssumme im Schadensfall, Versicherungszeitraum, geografischer Gültigkeitsbereich, evtl. mitversicherte Personen (Familienhaftpflicht) etc.

Wenn sich die private Lebenssituation ändert, sollte man den Versicherungsbedarf hinterfragen, neu vergleichen und eventuell anpassen. Kommen z. B. Familienmitglieder hinzu – durch Heirat und Geburten – so ist bei der Haftpflichtversicherung – wie auch bei vielen anderen Versicherungen – eine Familientarif in der Regel günstiger als die Summe der Einzeltarife.

Einen besonderen Augenmerk sollte man auf die Kündigungsfristen legen. Oft beinhalten vermeintlich günstige Versicherungen sehr lange Kündigungsfristen. So kann es passieren, dass im Laufe der Jahre andere Versicherungsunternehmen wesentlich günstigere Angebote offerieren, man aber zeitlich an den alten – inzwischen teureren – Vertrag länger als gewünscht gebunden bleibt.

 

Die Krankenversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Die Krankenversicherung ist Teil unseres Gesundheitswesens, in Deutschland sowie in den meisten zivilisierten Ländern ist die gesetzliche Krankenversicherung auch Teil des Sozialwesens. Die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse ist – je nach Höhe des Einkommens – entweder gesetzlich geregelt oder freiwillig vereinbar. So unterscheidet man zwei Sparten der Krankenversicherung:

Die Krankenversicherung als gesetzliche Pflichtversicherung
Die private Krankenversicherung – (Private Krankenversicherung als Vollversicherung & der große Bereich der privaten Krankenzusatzversicherungen
Auslandskrankenversicherungen

Eine Absicherung für den Fall der Krankheit zu besitzen, ist in Deutschland per Gesetz geregelt. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gilt als Säule der deutschen Sozialversicherung. In der GKV sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis zu einer gesetzlich festgelegten Jahresarbeitsentgeltgrenze, sowie Menschen, die Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beziehen, pflichtversichert. Nicht berufstätige Ehepartner und Kinder können in der GKV mitversichert werden. Oberhalb dieser Einkommensgrenze kann man sich entweder freiwillig bei einer GKV versichern, oder aber eine private Krankenversicherung abschließen.

Über welche gesetzliche Krankenversicherung man sich versichert, bleibt jedem selbst überlassen, dies ist nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben. So kann man auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung durch entsprechende Vergleiche die optimale Lösung für sich selbst herausfinden.
Im Gegensatz zur GKV steht der private Krankenversicherungsschutz als Vollversicherung nicht jedermann offen. Die private KV ist in erster Linie für Versicherungsnehmer gedacht, die nicht per Gesetz krankenversichert sind. Diese sind:

Selbstständige und Freiberufler
Beamte, Richter und andere Personen mit Beihilfeberechtigung
Arbeitnehmer, deren Einkommen über der gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsgrenze liegt, d.h. sogenannte „Besserverdiener“.

Neben der privaten Vollversicherung gibt es aber auch zahlreiche Möglichkeiten einer privaten Zusatzversicherung, welche bestimmte Bereiche des Gesundheitswesens spezifisch abdeckt, wie z.B. die private Zahnzusatzversicherung. Diese Zusatzversicherungen können auch von gesetzlich versicherten Personen zusätzlich zur GKV abgeschlossen die werden.

Spartipps zur Krankenversicherung

Der wichtigste Tipp – vor allem für eine private Absicherung, aber auch für die gesetzliche Krankenversicherung ist ein intensiver Versicherungsvergleich. Aktuell liegt der Beitrag für die GKV bundesweit bei 15,5 Prozent des Gehalts, aufgeteilt in Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aber: Bei den Leistungen, welche über die medizinische Grundversorgung hinausgehen, gibt es auch bei den gesetzlichen Krankenkassen deutliche Unterschiede, z.B. bei der Leistung für Zahnersatz oder alternative Heilmethoden. So kann jeder Versicherungsnehmer – entsprechend der medizinischen Anforderungen – über den Vergleich verschiedener Krankenkassen individuell die optimale Krankenkasse herausfinden.

Besonders bei den privaten Krankenkassen ist das Eintrittsalter entscheidend. Je früher man sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, desto günstiger sind die Beiträge. Einige private Krankenversicherer fordern sogar ein medizinisches Gesundheitsgutachten. Sich mit einer bereits bestehenden Krankheit privat zu versichern ist – je nach Versicherer – schwierig, teuer oder unmöglich. Deshalb gestaltet sich bei der privaten Krankenversicherung ein Versicherungswechsel mit zunehmenden Alter immer schwieriger. Umso wichtiger ist in diesem Fall die richtige Entscheidung in jungen Jahren.

Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen haben teilweise lange Kündigungsfristen. Um sich von einem bestehenden Versicherungsvertrag zu lösen, ist es wichtig, sich über die bestehenden Kündigungsbedingungen eingehend und frühzeitig zu informieren, um eine eventuelle finanzielle Doppelbelastung zu vermeiden.

Personen, die sich häufig im Ausland aufhalten, sollten beim Vergleich der Krankenversicherung darauf achten, dass auch im Ausland ein Versicherungsschutz besteht. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen ist – zumindest innerhalb der EU – die medizinische Grundversorgung abgedeckt, alles andere muss zusätzlich über private Zusatzversicherungen abgedeckt werden. Krankenversicherte können Geld sparen, indem sie eine Versicherung abschließen, in der wichtige Punkte wie z.B. Rücktransport etc. in der Police enthalten sind, dies spart im Notfall z.T. immense Kosten.

Entscheidet man sich für den Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung, so gibt es Modelle, in denen diese Versicherung im Rahmen eines Kreditkartenvertrags enthalten ist. Durch solche Implikationsmodelle lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch der administrative Aufwand reduzieren.

 

 

Die Rentenversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Ähnlich wie bei der Krankenversicherung unterscheidet man zwischen der gesetzlichen und der privaten Rentenversicherung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist Teil des deutschen Sozialversicherungssystems. Grundsätzlich besteht in Deutschland für versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer eine Rentenversicherungspflicht, dies gilt nicht für Selbstständige, Freiberufler und Beamte. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung zahlt man, sobald man regelmäßig arbeitet, monatliche Rentenversicherungsbeiträge, und bekommt nach Renteneintritt zur Altersabsicherung monatlich einen entsprechenden Geldbetrag ausbezahlt.

Die Höhe der individuellen Rente hängt davon ab, wie hoch die jeweiligen monatlichen Beiträge waren, welche der Versicherungsnehmer während seiner Erwerbstätigkeit entrichtet hat und wie viele Jahre man in die Rentenkasse eingezahlt hat. Die private Rentenversicherung hingegen ist fakultativ. Die private Rentenvorsorge ist vor allem für Selbstständige und Beamte relevant, die nicht dem gesetzlichen Rentenversicherungsgesetz unterliegen. Abgesehen davon wird die private Rentenversicherung aber auch zunehmend als zusätzliche Altersabsicherung von bereits gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen.

Je nach Vertrag und Versicherungsgesellschaft gibt es unterschiedliche Ein- und Auszahlungsvarianten. Alternativ zur monatlichen Auszahlung gibt es bei den privaten Rentenversicherern auch die Option der einmaligen Ausschüttung des Gesamtbetrags.

Spartipps zur Rentenversicherung

Viele private Rentenversicherer bieten im Rahmen der Rentenabsicherung sogenannte Kombinationslösungen an, d.h. in der Versicherungspolice sind abgesehen von der monatlich ausbezahlten Summe andere Leistungen wie z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung, Todesfallleistung etc. integriert. Je nach Beitrags/Leistungs-Verhältnis lassen sich dadurch extra Beiträge für z.B. Berufsunfähigkeit einsparen. Ebenfalls gibt es Kombinationsvarianten von Rentenversicherung und Lebensversicherung. Dies gilt aber nicht für alle Versicherer, deshalb gilt auch hier, sich intensiv über diese Variante vergleichend zu informieren

Private Rentenmodelle werden teilweise staatlich gefördert. Es gibt inzwischen viele Modelle der Rentenversicherung, die teilweise betrieblich oder staatlich unterstützt werden, klassisches Beispiel ist die Riester-Förderung, viele Unternehmen bieten auch über die betriebliche Rentenvorsorge zusätzliche Unterstützung.

Seit 2005 kann man einige Rentenmodelle steuerlich absetzten. Dadurch können langfristig größere Summen eingespart werden, was dem Arbeitnehmer dann im Alter zugutekommt.

Im inzwischen unüberschaubaren Dschungel der Angebote von Versicherungsunternehmen ist vor Abschluss einer privaten Rentenversicherung unbedingt ein ausgiebiger Versicherungsvergleich und/oder eine professionelle Beratung empfehlenswert. Im Internet gibt es kostenlose Beratungsstellen unabhängiger Experten.

 

Die Lebensversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Unter einer Lebensversicherung versteht man definitionsgemäß eine Versicherung, die Risiken wie Tod oder Invalidität absichert, aber auch Versicherungen, welche der privaten Altersvorsorge dienen, hier gibt es eine Schnittstelle zur privaten Rentenversicherung (s.o.). Bei einer Lebensversicherung handelt es sich um eine Individualversicherung. Das bedeutet, Lebensversicherungen sind personenbezogene Versicherungen. Eine Lebensversicherung ist nicht gesetzlich verpflichtend. In der Regel wird im Lebensversicherungsvertrag eine Versicherungsleistung vereinbart, welche im Versicherungsfall entweder an den Versicherungsnehmer (z.B. Invalidität) oder an eine andere bezugsberechtigte Person (z.B. bei Tod) ausbezahlt wird.
Ausbezahlt wird die Versicherungssumme:

bei Eintritt des Todes
bei schweren Krankheiten/Invalidität
nach vereinbartem Ablauf der Versicherung (gilt nicht für Risikolebensversicherungen).

So kann eine Lebensversicherung durchaus auch zur finanziellen Absicherung der Familie, zur Altersvorsorge, als Ausbildungsfond für Kinder oder Enkel, oder zum Anlegen einer extra Geldreserve benutzt werden. Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte wurde die konventionelle Lebensversicherung immer weniger beliebt. Die Gründe dafür und sinkende Garantiezinsen, Renditen und Überschüsse. Im Trend sind sogenannte Risikolebensversicherungen, welche ausschließlich der finanziellen Absicherung Angehöriger für den Todesfall dienen. Was aber die optimale Altersvorsorge betrifft, empfiehlt sich grundsätzlich eine private Rentenabsicherung als zusätzliche Absicherung.

Spartipps zur Lebensversicherung

Ein wichtiges Thema beim Abschluss einer Lebensversicherung ist die langfristige Planung. Denn eine vorzeitige Kündigung einer bestehenden Lebensversicherung bedeutet für den Versicherungsnehmer fast immer einen nicht unerheblichen Verlust. So ist es sinnvoll, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses sicherzustellen, dass die monatlichen Zahlungen realistisch dauerhaft gewährleistet sind.

Lebensversicherungen unterliegen einer dynamischen Anpassung der Beiträge, welche in der Regel jährlich erfolgt. Oft ist es dadurch sehr schwierig, die tatsächlich erwirtschaftete Rendite vorauszuberechnen. So macht es Sinn, die Dynamikoptionen der ausgewählten Lebensversicherung genau zu prüfen.

Vor dem Abschluss einer Lebensversicherung ist es sinnvoll, den Bedarf zu spezifizieren, um die individuell optimale Lebensversicherung für sich herauszufinden. Eine Risikolebensversicherung ist in der Regel wesentlich günstiger als eine Kapitallebensversicherung. Hier spielen aber individuelle Prioritäten eine Rolle, die jeder Versicherungsnehmer für sich selbst entscheiden muss. Dabei sollte man die Tatsache, dass es sich zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses um eine langfristige Entscheidung handelt, nicht aus den Augen verlieren.

Wie bei allen anderen Versicherungen ist auch vor dem Abschluss einer Lebensversicherung ein gründlicher Versicherungsvergleich unabdingbare Voraussetzung für eine befriedigende Lösung. Eine intensive Bedarfsermittlung, das Erstellen einer Vorteil/Nachteil-Tabelle und entsprechende Vergleichsportale können hilfreich sein. Nicht zu vergessen und mit einzuberechnen sind einmalige Abschlusskosten sowie laufende Verwaltungskosten.

Oft werden Lebensversicherungen als teure Gesamtpakete angeboten, die neben der eigentlichen Lebensversicherung noch andere Bereiche, z. B. Berufsunfähigkeit abdecken. Hier sollte man genau vergleichen, denn die angebotenen Zusatzleistungen sind oft separat günstiger zu erhalten.

 

Die Kfz-Versicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Das Thema Kfz-versicherung ist breit gefächert. Die wichtigsten Versicherungen rund ums Auto sind:

Haftpflichtversicherung
Kasko Versicherung (Teilkasko/Vollkasko)
Schutzbrief
Insassenunfallversicherung
Verkehrsrechtsschutzversicherung

Von den aufgelisteten Versicherungsformen ist nur die Kfz-Haftpflichtversicherung in den meisten Ländern eine Pflichtversicherung. Daher ist eine bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung die Voraussetzung, um ein Kraftfahrzeug überhaupt für den Straßenverkehr zulassen zu können. Alle anderen genannten Versicherungsformen sind fakultativer Art. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung ersetzt Schäden, welche an anderen Personen oder deren Fahrzeug entstehen.

Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstanden sind, ersetzt eine Kfz-Haftpflichtversicherung nicht. Dieses Risiko trägt der Autobesitzer selbst oder kann es durch Abschluss einer entsprechenden Kaskoversicherung abdecken. Eine Kaskoversicherung deckt Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstanden sind, meistens bei Unfall, aber auch durch Hagel, Marderbiss, Diebstahl, Hagel oder Vandalismus.

Eine Insassenversicherung macht dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer oft andere Personen transportiert. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist ebenfalls nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber durchaus sinnvoll. Oft wird diese im Rahmen einer ADAC-Mitgliedschaft abgedeckt.

Spartipps zur Kfz-Versicherung

Einige Versicherer passen die Beiträge an die Häufigkeit der Kfz-Nutzung an und bieten niedrigere Beiträge für sogenannte „Wenigfahrer“ an. Im Klartext bedeutet dies: niedrige Beiträge für wenig gefahrene Kilometer. Wer z.B die Möglichkeit nutzt, öfters auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und auf unnötige Fahrten verzichtet, kann bei diesem Modell durchaus bares Geld sparen. Günstige Tarife gibt es auch von einigen Versichern für Garagenfahrzeuge.

Der Schadensfreiheitsrabatt spielt bei der Kfz-Versicherung eine wichtige Rolle. Wer viele Jahre unfallfrei fährt, dessen Versicherungsbeiträge sinken kontinuierlich. Einige Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden an, dass sie schadensfreie Jahre auf Verwandte, d.h. Ehepartner, Geschwister oder Kinder übertragen.

Kleinere Schäden selbst zu bezahlen, und eine Selbstbeteiligung im Versicherungsvertrag zu implizieren, ist durchaus eine lohnenswerte Überlegung. Verträge mit Selbstbeteiligung sind oft deutlich günstiger.

Sind in einem Haushalt mehrere Fahrzeuge auf dieselbe Adresse angemeldet und bei derselben Versicherungsgesellschaft versichert, so bieten viele Unternehmen Familienrabatte an.

Fahranfänger können bei der Kfz-Haftpflichtversicherung Geld sparen, indem sie ihr Auto als Zweitwagen der Eltern anmelden.

Viele Versicherungen bieten unnötige Zusatzoptionen, welche den Preis in die Höhe treiben. Dazu gehören z.B. Versicherungen für Mietwagen im Ausland oder eine Insassenversicherung, welche einzeln günstiger zu haben sind.

 

 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Berufsunfähigkeit bedeutet eine langfristige Beeinträchtigung der Ausübung des Berufes durch Krankheit, Unfall oder Invalidität. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit kann man bei der Berufsunfähigkeit zwar den eigenen Beruf nicht mehr ausüben, evtl. aber anderen Tätigkeiten nachgehen. Während bei der Erwerbsunfähigkeit die gesetzliche Versicherung greift, z.B. in Form der Frührente, muss man sich gegen Berufsunfähigkeit privat absichern.

Dem mit der langfristigen Berufsunfähigkeit verbundenen Einkommensausfall kann mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgebeugt werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der Unfallversicherung der bekannteste Zweig der Invaliditätsversicherung. Denn bei bestehender Berufsunfähigkeit kann der Gesetzgeber auf einfache, weniger gut bezahlte Tätigkeit verweisen.

Wenn keine Vermittelbarkeit vorliegt, greifen lediglich die Leistungen aus der Grundsicherung, d.h. im Klartext, ohne eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann z.B. ein hoch bezahlter Ingenieur ganz schnell in die Sozialhilfe abrutschen, wenn er seinen Beruf plötzlich nicht mehr ausüben kann. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wird quasi das real verfügbare Einkommen auf Nettobasis abgesichert. Aber es können auch unentgeltliche Tätigkeiten abgesichert werden, z.B. Hausarbeit.

Spartipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Ähnlich wie bei der privaten Rentenabsicherung ist auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung das Eintrittsalter wichtig, je jünger, desto besser. Es gibt inzwischen zahlreiche Versicherer, die für junge Menschen Tarife mit besonders niedrigen Beiträgen anbieten. Sogenannte Einsteiger-oder Studententarife werden meist bis zu einem Alter von 30 Jahren angeboten, denn da die Gefahr, in dieser Zeit berufsunfähig zu werden relativ gering ist, können die Anbieter mit diesen geringen Tarifen kalkulieren.

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte sich vorher Gedanken machen, in welcher Höhe diese ausfallen soll. Dies ist abhängig von der jeweiligen Ausgangslage und Situation des Versicherten. Es ist empfehlenswert, sich in einem Gedankenspiel auszumalen, wie viel Geld mindestens kontinuierlich benötigt wird, wenn man von heute auf morgen nicht mehr arbeiten könnte. Tipp: Verträge unterhalb einer monatlicher Auszahlungssumme von 1000 Euro machen wenig Sinn. Zu kleine Berufsunfähigkeitsrenten führen dazu, dass der Betroffene noch zusätzlich Sozialleistungen beantragen muss.

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es wichtig, sich vorab über Dauer der Absicherung und Vertragslaufzeit Gedanken zu machen. Der Versicherungsnehmer muss sich darüber im Klaren sein, wie lange der Versicherungsschutz dauern soll und bis zu welcher Altersgrenze im Notfall eine Berufsunfähigkeitsrente monatlich ausbezahlt werden soll. Endet z.B. der Versicherungsschutz mit dem 60. Lebensjahr und man wird danach berufsunfähig, so entstehen eventuell große Verluste. Eine nachträgliche Verlängerung ist in den wenigsten Fällen möglich oder mit hohen Beiträgen verbunden. Empfehlenswert ist eine Absicherung bis zum Eintritt in die gesetzliche Altersrente, nach Möglichkeit noch einige Jahre länger, da zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar ist, wie sich die gesetzliche Altersgrenze für das Renteneintrittsalter entwickelt.

Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist die dynamische Anpassung. Der potenziell ausbezahlte Rentenbetrag verliert mit den Jahren an Kaufkraft. Einige Versicherer bieten die Option, gegen Zahlung eines zusätzlichen Betrags die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente jährlich zu erhöhen. Sonst erfolgt eine dynamische Anpassung der monatlichen Rente nur dann, wenn das Versicherungsunternehmen Überschüsse zu diesem Zweck erwirtschaftet hat. Diese Tatsache sollte man beim Versicherungsvergleich im Hinterkopf behalten.

 

Die Pflegeversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Früher oder später muss sich fast jeder mit dem Thema Pflege und Pflegeversicherung auseinandersetzen. Viele werden damit konfrontiert, weil Angehörige Pflege benötigen. Dann steht man plötzlich vor der Frage, was Pflege kostet und wie sie finanziert wird. Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde 1995 als fünftes Standbein der Sozialversicherung eingeführt. Sinn der Pflegeversicherung ist es, die Kosten im Fall der Pflegebedürftigkeit abzusichern. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist somit eine Pflichtversicherung. Das bedeutet, jeder Arbeitnehmer, der sich gesetzlich krankenversichert, ist automatisch in das soziale Pflegeversicherungssystem einbezogen. Für Versicherte in einer privaten Krankenversicherung gilt dies nicht, diese Personen müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.

Gesetzlich Versicherte können sich zusätzlich durch den Abschluss einer privaten Zusatzpflegeversicherung absichern. Eine private, also freiwillige Pflegezusatzversicherung kann beim Eintreten der Pflegebedürftigkeit vor z.T. sehr hohen Zuzahlungen schützen. Es gibt mehrere Varianten der privaten Pflegeversicheung:

Pflegerentenversicherung
Pflegekostenversicherung
Pflegetagesgeldversicherung.

Wie auch die gesetzliche Pflegeversicherung tritt auch die freiwillige Pflegezusatzversicherung erst bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit in Kraft. Die Art des Pflegebedarfs und somit die Intensität der Pflege wird durch sogenannte Pflegestufen festgelegt.

Spartipps zur Pflegeversicherung

Die tatsächlich entstehenden Kosten bei Eintritt des Pflegefalls sind sehr schwer vorauszuberechnen. Die Absicherung über die gesetzliche Pflegeversicherung reicht in den meisten Fällen nicht für eine optimale Versorgung aus, nicht selten werden die Kinder zur Kasse gebeten um die entstehenden Pflegekosten zu decken. Deshalb ist die rechtzeitige, frühe Absicherung sehr wichtig. Unabhängig davon, für welche Art der privaten Pflegezusatzversicherung man sich entscheidet, man sollte in jungen Jahren damit anfangen, auch wenn der mögliche Pflegefall zu diesem Zeitpunkt noch unendlich weit weg scheint.

Die Begriffe „Pflege-Rürup“ oder „Pflege-Riester“ sind staatlich bezuschusste Modelle der privaten Pflegeversicherung. Diese Varianten gibt es erst seit 2013. Der Versicherungsnehmer zahlt in eine private Pflegekasse ein und wird zusätzlich vom Staat gefördert – Voraussetzung für die Förderung ist allerdings, dass ein monatlicher Grundbetrag von derzeit mindestens 10 Euro pro Monat einbezahlt wird.

Ein Versicherungsvergleich ist besonders für den Abschluss einer Pflegeversicherung unumgänglich. Besonders bei den Pflegeversicherungen sind die zu beachtenden Parameter sehr komplex. Umso wichtiger ist es, sich intensiv einen Überblick zu Leistung und Preise der verschiedenen Arten der Pflegeversicherung und der verschiedenen Anbieter zu verschaffen.

Im Falle einer Auszahlung der Pflegeversicherung gibt es Unterschiede in der freien Verfügbarkeit. Während z.B. die Tarife einer Pflegekostenversicherung zum Teil wesentlich günstiger angeboten werden als bei entsprechenden Verträgen einer Pflegerentenversicherung, so ist die günstigere Variante wesentlich unflexibler, das bedeutet, die Pflegekosten werden direkt mit den Pflegeinstituten abgerechnet, eine Selbstbestimmung über den ausgezahlten Betrag ist nicht möglich. Bei der Pflegerentenversicherung hingegen ist das monatlich ausbezahlte Geld frei verfügbar. Dies erleichtert unter anderem die häusliche Pflege.

 

 

 

Die Rechtsschutzversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Eine Rechtsschutzversicherung ist laut Definition ein privatrechtlicher Versicherungsvertrag, es gibt keine gesetzliche Versicherungspflicht. Eine Rechtsschutzversicherung greift in verschiedenen sogenannten Schutzbereichen. Während früher die Rechtsschutzversicherung fast nur als Gesamtpaket zu haben war, so hat sich dies inzwischen in verschiedene Bereiche spezifiziert. Die wichtigsten Bereiche sind Verkehrsrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht und Strafrecht.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Versicherungen, wie Berufsrisikoversicherungen z.B. für Hebammen. Diese sind allerdings sehr teuer, da sie nur eine geringe Zielgruppe besitzen. Die Grenze ist in diesem Bereich nach oben offen. Die Rechtsschutzversicherer übernehmen in der Regel folgende Kosten:

Anwaltsgebühren
Zeugengelder und Honorare für Sachverständige
Gerichtskosten
Kosten der Gegenseite – falls der Versicherte diese übernehmen muss
Strafkaution bis zu einer vereinbarten Summe.

Bußgelder und Strafen werden nicht durch die Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Bei dem meisten Rechtsschutzversicherungen werden Selbstbeteiligungen vereinbart. Üblich hierbei sind 150 bis 250 Euro pro Rechtsschutzfall.

Spartipps zur Rechtsschutzversicherung

Bei der Entscheidung für eine private Rechtsschutzversicherung bietet es sich beim Versicherungsvergleich an, nach Spartarifen Aussicht zu halten. Bei der Rechtsschutzversicherung gibt es eine Reihe von sehr günstigen Spartarifen, z.B. Familienrechtsschutz oder Rechtsschutz für Studenten. Hierbei sollte man aber den gebotenen Leistungsumfang genau überprüfen.

In der Fülle der heutzutage angebotenen Rechtsschutzversicherungen ist auch hier ein eingehender Versicherungsvergleich unumgänglich. Zahlreiche gute Portale ermöglichen einen effizienten Vergleich von seriösen Versicherern.

Möchte man sich für einen speziellen Bereich versichern, wie z.B. Arbeitsrecht, so gibt es spezielle Rechtsschutzversicherungen, die ausschließlich dieses Thema versichern, dann aber mit einem wesentlich höheren Leistungsumfang. Außerdem gibt es im Rechtsschutzbereich sogenannte Baukastensysteme, bei diesem Modell kann der Versicherungsnehmer die Bereiche zusammenstellen, die er versichert haben möchte (z.B. Arbeitsrecht und Familienrecht). Je nach Bereich und Leistungsumfang berechnet sich dementsprechend der monatliche Versicherungsbeitrag.

Eine Rechtsschutzversicherung tritt in der Regel nicht für einen Rechtsstreit in Kraft, wenn dieser zum Zeitpunkt des Abschlusses schon besteht. Deshalb ist eine prophylaktische Absicherung unabdingbar. Es gibt aber auch Ausnahmen, diese sind dann aber mit höheren Kosten verbunden. Oft gibt es auch eine sogenannte Sperrfrist, d.h. die Leistung der Versicherung greift erst Monate nach dem Vertragsabschluss.

Ähnlich wie bei der privaten Auslandskrankenversicherung gibt es auch bei der Rechtsschutzversicherung Kreditkartenverträge, über die man diese Risiken absichern kann. Aber auch hier ist im Einzelfall zu prüfen, ob die Kombinationslösung zur gewünschten Einsparung führt.

 

Die Unfallversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Die gesetzliche Unfallversicherung ist in Deutschland Teil der Sozialversicherung. Sie deckt Kosten, welche durch Arbeitsunfälle entstehen, sowie Ausgaben, die bei der Behandlung von Berufskrankheiten entstehen. Das bedeutet, jeder sozialversicherte Arbeitnehmer ist während der Arbeitszeit unfallversichert.

Eine private Unfallversicherung ist dafür zuständig, außerhalb der Arbeitszeit die Folgen eines Unfalls abzudecken, sowohl die akuten Kosten (medizinische Notfallversorgung) aber auch langfristige Kosten wie Invalidität oder Reha-Maßnahmen werden über die Unfallversicherung abgedeckt. Aber: Die Unfallversicherung deckt ausschließlich eigene Schäden ab, dies aber ungeachtet der Schuldfrage. Schadensansprüche Dritter, z.B. Verletzungen bei einem Unfall werden nicht übernommen. Hierfür ist die Haftpflichtversicherung zuständig.

Eine Sonderform der Unfallversicherung ist die betriebliche Unfallversicherung. Diese wird vom Arbeitgeber für seine Beschäftigten abgeschlossen, um diese während der Arbeitszeit zusätzlich zur gesetzlichen Unfallversicherung abzusichern. Der genaue Umfang der Leistungen hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab.

Ungefähr 70 Prozent der Unfälle ereignen sich in der Freizeit. Hier sind Arbeitnehmer in der Freizeit, aber auch Personengruppen wie Hausfrauen/-männer, Rentner und Arbeitslose in diesem Fall nur bedingt über einen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Deshalb ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung besonders für diese Personengruppen besonders sinnvoll.

Spartipps zur Unfallversicherung

Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung kann man sich die Flexibilität der Angebote der entsprechenden Versicherer zu Nutzen machen. Viele Anbieter privater Unfallversicherungen ermöglichen die Zusammenstellung eines persönlichen Leistungspakets. So kann je nach individuellen Bedürfnissen z.B. ein Krankenhaustagegeld oder eine Unfallrente vereinbart werden, die bei Invalidität lebenslang ausbezahlt wird.

Viele Versicherungsunternehmen bieten erweiterte Leistungen an, wie z.B. Übergangsgelder oder die Finanzierung von Umschulungen nach einem Unfall. Dies ist in vielen Fällen sinnvoll, macht sich aber in den monatlichen Beiträgen deutlich bemerkbar, zumal diese Leistungen in vielen Fällen über die gesetzlichen Versicherungen abgedeckt sind. So kann man im Einzelfall durch Vermeidung von doppelter Abdeckung Geld sparen.

Deutlich sparen kann man beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung über Sondertarife für Familien, Studenten etc. Hier ist aber wichtig darauf zu achten, welcher Leistungsumfang im Vertrag enthalten ist. Das Preis/Leistungsverhältnis dieser Spezialtarife ist nicht selten auf ein Minimum reduziert.

Die Suche nach einem effizienten Versicherungsschutz hängt von den persönlichen Lebensumständen und Bedürfnissen ab. Deshalb ist eine ausgiebige individuelle Recherche im Rahmen eines Versicherungsvergleichs besonders bei der privaten Unfallversicherung unumgänglich. So haben z.B. Personen, die in ihrer Freizeit gefährliche Sportarten ausüben, ein anderes Leistungsprofil als z.B. ein unsportlicher Bankangestellter. Viele Anbieter privater Unfallversicherungen bieten deshalb Vergleichstabellen an, in denen man die wichtigsten Risiken seiner individuellen Lebenssituation mit den entsprechenden Leistungen kostensparend in Einklang bringen kann.

 

Die Hausratsversicherung

Prinzip und Notwendigkeit

Die Hausratsversicherung ist eine Sachversicherung. Sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Hausratsversicherung bietet Versicherungsschutz für Inventar, das bedeutet, sie sichert Verlust und Schäden von Einrichtungs- Verbrauchs- und Gebrauchsgegenständen im eigenen Haushalt ab. Die Hausratsversicherung greift z.B. bei Diebstahl, Feuer, Vandalismus etc. Die meisten Hausratsversicherungen bieten neben dem Ersatz des Inventars auch entstehende Kosten wie z.B. Aufräumkosten, Kosten für Unterkunft im Falle der Unbewohnbarkeit der Wohnung etc.

Ersetzt wird aber nicht der ursprüngliche Neupreis der Gegenstände, entscheidend im Schadensfall ist der Wiederbeschaffungswert, das bedeutet, die Versicherung ersetzt die Kosten, die notwendig sind, die betreffenden Gegenstände gleicher Art und Qualität wieder zu beschaffen. Ausgeschlossen beim Schadensersatz durch die Hausratsversicherung sind selbst verschuldete Schäden und grobe Fahrlässigkeit. Nicht versichert sind auch Gegenstände, welche fest mit dem Gebäude verbaut sind, hierfür braucht man eine Gebäudeversicherung.

Spartipps zur Hausratsversicherung

Man kann im Schadensfall Zeit und Geld sparen, indem man eine Inventarliste erstellt, in der die wichtigsten Gegenstände des Hausrats aufgeführt sind. Diese Liste sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, damit sie beim Eintreten des Versicherungsfalls z.B. durch Brand verfügbar ist. Sinnvoll ist es auch, alle Rechnungen der betreffenden Gegenstände aufzubewahren. Dies erleichtert im Schadensfall der Versicherung das Berechnen der Schadenssumme, die ersetzt werden muss.

Vor Abschluss eines Vertrags mit einem Anbieter einer Hausratversicherung ist es wichtig, den Versicherungsbeitrag entsprechend der Haushaltsgröße und dem Wert des Inventars zu berechnen. Ein wichtiger Parameter ist die Größe des versicherten Haushalts, konkret wird der Beitrag in erster Linie in Euro pro Quadratmeter berechnet. Die meisten Versicherer bieten sogenannte Beitragsrechner an, mit welchen man die Versicherungshöhe und somit auch den Beitrag den gegebenen Voraussetzungen anpassen kann.

Bei einer Hausratsversicherung kann es lohnenswert sein, sich für eine Variante mit Selbstbehalt zu entscheiden. Das Vereinbaren eines Selbstbehalts führt zu deutlich niedrigen monatlichen Beitragssätzen.

Eine Hausratsversicherung besteht in der Regel ein Leben lang, die eigenen vier Wände hingegen wechseln im Laufe des Lebens. Wenn z.B. die Kinder ausgezogen sind, und man vom Einfamilienhaus in eine kleine Wohnung wechselt, so sollte man die Hausratversicherung der veränderten Situation anpassen. Durch die geringeren Monatsbeiträge bei weiterhin optimierter Absicherung kann man bares Geld sparen.

Abgesehen von den oben aufgeführten Versicherungen gibt es eine große Anzahl spezifischer Versicherungen, deren nähere Betrachtung den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde. Die genannten Spartipps können aber auf jede mögliche Art von Versicherung angewandt werden. Unabhängig von der Versicherungsform gilt – wie auch in der Partnerschaft: Prüfe, wer sich ewig bindet! Das bedeutet, das A und O vor jedem Abschluss einer Versicherung ist die eingehende Prüfung der Notwendigkeit sowie eine ausgiebige Recherche im Rahmen eines unabhängigen Versicherungsvergleichs, entweder durch geeignete Vergleichsportale im Internet, oder aber auch durch eine professionelle persönliche Beratung.

Frei nach dem Zitat: „Kein Zustand ist ein Dauerzustand“ ist es ebenso notwendig, von Zeit zu Zeit seine Versicherungsverträge hinsichtlich Veränderungen der eignen Situation und der Lage des Versicherungsmarkts zu überprüfen. So kann man mit relativ wenig Zeitaufwand beim großen Thema Versicherungen unnötige Kosten vermeiden und somit bares Geld sparen.

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