Spartipps zum Thema Reinigungsmittel

In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, welche Sparmöglichkeiten es rund ums Thema Reinigungsmittel im Haushalt gibt. Anhand verschiedenster Spartipps sollen einige Gedankenanregungen dabei helfen, die Ausgaben für Reinigungsmittel zu senken, und somit die Haushaltskasse und die Umwelt zu schonen.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge beläuft sich das jährliche Marktvolumen von Wasch- Putz- und Reinigungsmitteln aktuell auf 4,6 Milliarden Euro (Stand 2017). Nutznießer sind die Hersteller und Vertriebsunternehmen, die Verlierer sind die Umwelt und die Haushaltskassen der Familien. Putzen ist in unserer zivilisierten Welt schon längst mehr als die Erhaltung der Grundhygiene. Vom Singlehaushalt bis zur Großfamilie – in Deutschland wird geputzt wie kaum in einem anderen Staat. Für fast jedes Material und für jeden Zweck sind spezielle Präparate auf dem Markt.

In der Werbung werden unzählige Produkte angeboten, mit denen man den Haushalt im sauberen Glanz erstrahlen lassen kann. Die meisten dieser Reinigungsmittel sind teuer und nicht besonders umweltfreundlich, denn auch die Putzmittelindustrie ist Teil der Marktwirtschaft. Dennoch bestehen im Bereich der Reinigungsmittel große Sparpotenziale. Es muss nicht immer die chemische Keule oder das teure Markenprodukt sein, oft sind alternative, günstigere Produkte genauso wirksam. Der Einsatz werbewirksamer Spezialreiniger ist oftmals nicht nur unnötig, sondern auch unverhältnismäßig teuer und schädigen die Umwelt.

Ein weiteres Argument zur Umstellung auf alternative Putzmittel ist die bedenklich hohe Zunahme von Allergien. Viele Reinigungsmittel stehen im Verdacht, Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen oder sogar Krebs hervorzurufen. Doch der Hausputz gelingt auch ohne den Griff zu überteuerten Spezialreinigern. Wer sich an „Omas Putztipps“ erinnert, dem eröffnen sich durch den Einsatz altbewährter natürlicher Reinigungsmittel ungeahnte Sparmöglichkeiten. Nicht nur das Haushaltsbudget, sondern auch die eigene Gesundheit und die Umwelt profitieren davon.

Weniger ist oft mehr, und wer bereit ist, sich intensiver mit dem Thema Reinigungsmittel zu beschäftigen, hat auch die Möglichkeit, wirksame Mittel selbst herzustellen. Dies und viele andere Spartipps haben wir in unserem Reinigungsmittel-Spar-ABC zusammengestellt:

  • Abflussreiniger
  • Backpulver
  • Ceranfeldherde
  • Duschkabinen
  • Essig
  • Fensterputzen
  • Gallseife
  • Hausputz
  • Innenräume von PKWs
  • Jalousien
  • Küchenhygiene
  • Laminatböden
  • Möbelpolituren
  • Natron und Soda
  • Ölflecken
  • Parkett
  • Qualität vs. Quantität
  • Rostflecken und Flugrost
  • Schimmelpilzbefall
  • Töpfe und Pfannen
  • Unangenehme Gerüche
  • Vergleichen und Vorrat schaffen
  • Waschmittel und Weichspüler
  • X-Faktor Zusatzmittel
  • HobbYchemiker
  • Zahnpasta

Spartipps zu Abflussreinigern

Abflussreiniger sind oftmals chemische Keulen, die nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch bedenklich für die Umwelt sind. Aber immer wieder haben wir im Haushalt das Problem verstopfter Toiletten, Duschen oder Waschbecken. Es muss schnell Abhilfe geschaffen werden. Doch nicht immer muss man mit Kanonen auf Spatzen schießen, es gibt für die effektive Reinigung verstopfter oder stark verkalkter Rohre eine Reihe harmloser Reinigungsmittel, die für Gesundheit und Umwelt unschädlicher sind und gleichzeitig eine Sparmöglichkeit für die Haushaltskasse darstellen. Hier einige Spartipps für die die sparsame Reinigung von Rohren und Abflüssen:

Vor dem Einsatz von Reinigern welcher Art auch immer empfiehlt sich die mechanische Variante: der sogenannte „Pümpel“. Fast jeder Haushalt hat ihn, eine Art Saugglocke aus Gummi. Vor der Anwendung ist es sinnvoll, einen halben Liter warmes Wasser mit Seife versetzt in den verstopften Abfluss zu geben. Der Abfluss sollte mit der Saugglocke komplett abgedeckt sein, sodass durch den Vakuumeffekt beim Pumpen ein Unterdruck entsteht und sich die Verstopfung beim Lösen des Unterdrucks auflöst.

Ein wirkungsvolles Hausmittel, welches als Abflussreiniger eine gute Wirkung erzielt, ist eine Backpulver-Essig-Mischung. Alternativ dazu eine Natron-Essig-Mischung. Man vermengt 2 Päckchen Backpulver mit einer Tasse Essig oder einer halben Tasse Essigessenz und lässt es einwirken. Die Mischung beginnt chemisch zu reagieren, was durch ein deutlich sichtbares Sprudeln deutlich wird. Wenn das Sprudeln nachlässt, kann mit heißem Wasser nachgespült werden.

Ein gewöhnungsbedürftig anmutendes Hausmittel gegen Rohrverstopfung ist Gebissreiniger. Da die Reinigung von Ablagerungen auf den Dritten nach ähnlichen chemischen Reaktionen erfolgt als die Lösung von Ablagerungen in Rohren, dient handelsüblicher Gebissreiniger hervorragend als Mittel gegen verstopfte Abflüsse. Den Gebissreiniger pur in den Abfluss geben, über Nacht einweichen lassen und anschließend großzügig mit warmem Wasser nachspülen. Ein ungewöhnlicher aber guter Spartipp – nicht nur für die ältere Generation!

Hat man keine anderen Hausmittel verfügbar, so kann man als alternatives Hausmittel für die Abflussreinigung sogar Cola und Mentos verwenden. Der verstopfte Abfluss sollte zuerst mit einem kleinen feuchten Haushaltstuch (Zewa o.ä.) bedeckt werden, damit die Mentos nicht ins Rohr fallen. Darauf gießt man einige Mentos und ca. zwei Gläser Cola. Wichtig: Unbedingt gleich nach Einfüllen der Cola den Abfluss mit einem Stöpsel verschließen, sodass der Schmutz in Richtung Rohr sprudelt und keine Fontaine nach oben entsteht. Ist die Reaktion beendet, einfach mit viel Wasser nachspülen.

Backpulver als effektives Reinigungsmittel

Backpulver ist nicht nur eine unverzichtbare Zutat für diverse Backwaren, sondern auch ein ausgezeichnetes und vor allem vielseitiges Reinigungsmittel. Bei minimalem Einkaufspreis ist die Bandbreite dieses natürlichen Reinigungsmittels erstaunlich, durch die vielseitige Verwendung von Backpulver ergeben sich einige Sparmöglichkeiten im Vergleich zu anderen, deutlich teureren Produkten.

Backpulver ist in der Lage, mühelos verkrustete oder angebrannte Stellen in Pfannen und Töpfen zu beseitigen, verfärbte Fliesenfugen werden mit Backpulver wieder weiß.

Im Textilbereich findet Backpulver ebenfalls wirkungsvollen Einsatz, so können z.B. verfärbte Hemdenkrägen mit Backpulver behandelt werden.

Sogar verstopfte Abflüsse werden nach der Behandlung wieder frei. Das Reinigen eines stark verschmutzten Backofens ist eine der härteren Herausforderungen im Haushalt. Auch hier kann Backpulver helfen. Hierfür vermengt man Backpulver mit Wasser und einem Spritzer Essig zu einem Brei und lässt diesen eine Stunde einwirken. Das Erwärmen auf bis zu 100 Grad erhöht die Wirksamkeit. Backpulver ist ein Nahrungsmittel und somit für Mensch, Geräte und die Umwelt vollkommen unschädlich.

Doch Backpulver hat noch ein weiteres – wenn auch umstrittenes – Einsatzgebiet, nämlich in der häuslichen Schädlingsbekämpfung. Ob Ameisen, Silberfische oder Motten, mit einer Backpulver-Puderzucker-Mischung können lästige Mitbewohner beseitigt werden.

Im Bereich der der Kosmetik kann Backpulver alternativ zu teureren Produkten eingesetzt werden, z.B. zum Weißen der Zähne, Peeling für die Haut oder zur Bekämpfung von Schuppen. Last not least findet das Wundermittel Backpulver auch in der Bekämpfung unangenehmer Gerüche Verwendung. Ob im Kühlschrank, oder in verschwitzten Schuhen, Backtriebmittel bindet Gerüche hervorragend.

Reinigungstipps für Ceranfelder

Ceranfeldherde sind heutzutage Standard in deutschen Küchen. Sie sind bekannt für gute Energieeffizienz, aber auch für ihre Empfindlichkeit. Deshalb bedürfen Ceranfeldherde einer besonderen Behandlung. Das wichtigste Utensil für die Reinigung von Ceranfeldern ist der spezielle Schaber. Diesen gibt es günstig im Haushaltswarengeschäft oder im Internet zu kaufen. Zur Reinigung wird seitens der Ceranfeld-Hersteller ausschließlich den Gebrauch spezieller Reinigungsmittel empfohlen. Diese sind in der Regel sehr teuer und nicht unbedingt umweltverträglich. Alternativ dazu existieren eine Reihe anderer, genauso effektiver Möglichkeiten und Spartipps zur Reinigung der empfindlichen Glasplatten:

Verschmutzungen auf dem Ceranfeld sollten unbedingt sofort entfernt werden. Je länger der Schmutz eintrocknet, oder sogar durch nochmaliges Einschalten der Platte erneut erhitzt wird, desto aufwendiger und teurer ist die Reinigung. Es lohnt sich, die Ceranfeldplatte nach jedem Gebrauch zu reinigen.

Angetrockneter Schmutz sollte zuerst gründlich eingeweicht werden, am besten mit Spülwasser. Dies ist oft ausreichend, um danach mit dem Schaber ohne viel Kraftaufwand die Verkrustungen zu entfernen. Das Wasser sollte warm oder sogar heiß sein, da Fettablagerungen durch Wärme besser angelöst werden und sich besser vom Untergrund ablösen und entfernen lassen. Danach kann man die Platte mit einem sauberen Baumwolltuch abreiben.

Bei harmlosen Kalk- oder Wasserflecken empfiehlt sich die Verwendung natürlicher Kalklöser wie Zitronensaft oder Essig. Entweder man befeuchtet ein sauberes Baumwolltuch damit und wischt über die Fläche, bei hartnäckigeren Flecken ist es empfehlenswert, die Platte mit dem Saft oder dem Essig zu beträufeln und eine Weile einwirken zu lassen. Eine Backpulver-Wasser-Mischung ist ebenso effektiv gegen Kalkflecken.

Der Trick mit der Zahnpasta: Haben sich auf der Ceranfeldplatte durch falsches Putzen oder Belastung durch das Rutschen von Töpfen kleine Kratzer im Glas gebildet, kann man diese mithilfe von Zahnpasta sehr vorsichtig „abschleifen“. Hierzu gibt man die Zahnpasta auf ein sauberes Baumwolltuch und reibt mit etwas Druck über die betroffenen Stellen, bis sich die Optik der Oberfläche verbessert hat. Der ausgeübte Druck sollte nicht zu hoch sein, bei tieferen Kratzern funktioniert diese Technik nicht mehr.

Duschkabinen reinigen und sauber halten

Duschkabinen findet man heutzutage in fast jedem Haushalt. Die tägliche Dusche ist bei den Deutschen inzwischen weitaus beliebter als das Vollbad, da duschen nicht nur schneller, sondern auch wasser- und energiesparender ist. Zur täglichen Dusche gehört aber auch die entsprechende Reinigung der Duschkabine, um eine kontinuierliche Hygiene zu gewährleisten. Duschkabinen bestehen entweder aus Kunststoff oder aus Glas.

Ältere Duschmodelle sind oft mit Duschvorhängen ausgerüstet und in den Badewannenbereich integriert. Die Materialien werden – je nach Härtegrad des Wassers – einer stetigen Kalkbelastung ausgesetzt. Dazu kommt die Verschmutzung durch Haare, Hautpartikel und sonstigen Schmutz. Auch Schimmel stellt bei mangelnder Belüftung ein großes Problem dar, besonders in den Fugen. So stellt die Reinigung von Duschkabinen eine besondere Herausforderung dar. Einige Spartipps durch Verwendung günstiger und umweltfreundlicher Reinigungsmittel:

Vorbeugen erspart unnötige Mühe. Wer nach jedem Duschvorgang die Wassertropfen an der Duschkabine mit einem Gummiabzieher oder einem trockenen Tuch abreibt, verhindert, dass sich langfristig Kalkablagerungen absetzen. Um Schimmelbildung vorzubeugen, ist eine regelmäßige Lüftung notwendig.

Ein geschickter und intelligenter Trick ist die Ausnutzung des sogenannten „Lotuseffekts“, das bedeutet, das Wasser perlt an der Duschwand ab. Dies erreicht man durch das Abreiben mit der frischen Schnittfläche einer halben Kartoffel, mit Autopolitur oder einem anderen wasserabweisenden Mittel. Diese Methode ist zwar etwas zeitintensiver, verhindert aber über eine gewisse Zeit das Antrocknen von Wasser uns somit das Ablagern ungewünschter Kalkablagerungen.

Sind trotz prophylaktischer Maßnahmen Kalkablagerungen entstanden, können diese auch ohne die chemische Keule mithilfe von Essigessenz, Zitrone oder Backpulver gereinigt werden.

Die Verbindungsprofile von Duschkabinen bestehen oft aus Aluminium oder Kunststoff. Dort lagern sich gerne Schmutz- und Kalkreste, bei mangelnder Lüftung auch Schimmel an. Am wirkungsvollsten ist das regelmäßige Abbürsten mit heißem Essigwasser, mit einer Zahnbürste erreicht man auch kleinste Zwischenräume. Falls sich schon akut Schimmel gebildet hat, ist aus gesundheitlichen Gründen die Verwendung eines Schimmelentferners rechtfertigbar.

In der Produktpalette handelsüblicher Präparate zur Schimmelentfernung gibt es Varianten, die Wirkstoffe enthalten, welche die Umwelt nicht zu stark belasten. Hier bieten sich geeignete Vergleichsportale oder einen Blick auf die Seiten von „Stiftung-Ökotest“ an. Aber auch für die Schimmelentfernung gibt es diverse Hausmittel (s. Schimmelpilze entfernen).

Essig als günstiges Reinigungsmittel

Essig ist das natürlichste Entkalkungsmittel und hochwirksam bei der Beseitigung verkalkter Haushaltsgeräte oder Oberflächen. Das Prinzip ist denkbar einfach, seit der achten Klasse Chemieunterricht wissen wir, dass sich Kalk in Säure auflöst. Im Handel ist Haushaltsessig oder Essigessenz für weniger als ein Euro erhältlich und stellt im Vergleich zu teuren Spezialentkalkern eine langfristige Sparmöglichkeit dar.

Während gängiger Haushaltsessig zwischen 5 und 15 Prozent Säure enthält, liegt der Säuregrad von Essigessenz bei 25 Prozent. In vielen Gegenden fließt Wasser mit hohen Härtegraden aus der Leitung, je höher der Härtegrad, desto höher der Kalkgehalt. Dies macht die regelmäßige Entkalkung von Haushaltsgeräten, die mit Wasser in Verbindung kommen, notwendig. Denn Kalkablagerungen führen zu einem erhöhten Energieverbrauch und somit zu unnötigen Kosten. Einige Spartipps bei der Anwendung von Essig als Hausmittel:

Es können Kaffeemaschinen, Wasserkocher etc. einfach mithilfe von Essig entkalkt werden. Essig ist generell ein exzellenter Kalkreiniger. Bei großen Geräten, wie z.B. Spülmaschinen ist es trotzdem sinnvoll, von Zeit zu Zeit einen vom Hersteller empfohlenen Maschinenreiniger zu verwenden, dessen Inhaltsstoffe auf die Materialien des Geräts abgestimmt sind.

Essig kann in der Anwendung in der Waschmaschine zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es hat die Wirkung des Weichspülers, da es feinste Kalkablagerungen in den Fasern löst und die Wäsche weich macht, außerdem bindet Essig unangenehme Gerüche. Einen kräftigen Schuss Essig ins Weichspülfach ersetzt folglich zwei z.T. teure Drogeriemarktartikel und schont Geldbeutel und Umwelt – ein echter Spartipp!

Essig bindet Gerüche – in der Wohnung, aber auch an den Händen. Ein Schälchen Essig im Raum aufgestellt absorbiert Gerüche von Zigaretten, Schweiß etc. Hat man Reste von Knoblauch, Tabak oder Zwiebeln an den Fingern, wirkt das Einreiben mit Essig Wunder.

Was die Wenigsten wissen, Essig ist auch ein natürliches Heilungsmittel gegen Haut und Fußpilz. Beträufelt man betroffene Stelle regelmäßig mit purem Essig, so werden Pilze abgetötet. Befallene Kleidungsstücke kann man vor dem Waschen in Essiglösung einweichen, um eine Übertragung zu verhindern. So kann man mit einem einfachen Hausmittel Arzneimittelkosten sparen.

Spartipps für den Fensterputz

Fensterputzen ist seit Generationen die Paradedisziplin deutscher Hausfrauen (inzwischen auch einiger Hausmänner). Besonders in Häusern oder Wohnungen mit vielen Glasflächen oder sogar Wintergärten, aber auch in Gegenden mit hoher Luftverschmutzung ist die Reinigung der Fenster eine echte Herausforderung. Die Reinigungsmittelindustrie hat reagiert, so sind unzählige Produkte von chemischen Glasreinigern bis zu speziellen Fensterputztüchern auf dem Markt. Aber auch hier ist es nicht notwendig, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. So gibt es einige einfache Spartipps, mit denen sich auch größere Fensterflächen umweltfreundlicher und kostengünstiger reinigen lassen:

Die Fenster mit einem Schwamm und heißem Wasser mit dem Zusatz eines handelsüblichen Spülmittels einreiben. Der Zusatz von Essig oder einem Spritzer Zitronensaft sorgt für Fettlösung und Streifenfreiheit beim Nachwischen.

Je nach Verschmutzungsgrad mehrmals mit klarem Wasser Nachspülen.

Spartipp: Man benötigt nur wenig Spülmittel, sonst kommt es zur übermäßigen Schaumbildung und anschließender Schlierenbildung.

Das Verwenden eines Abziehers erleichtert das Nachwischen, besonders bei großen Flächen.

Um eine optimale Streifenfreiheit zu erreichen, muss nicht zwangsläufig chemischer Glasreiniger verwendet werden. Unser Spartipp: Wie zu Omas Zeiten kann man durch Nachreiben mit Zeitungspapier denselben Erfolg erzielen. Gute Qualität haben aber auch spezielle Mikrofasertücher. Diese sind inzwischen günstig im Handel erhältlich.

Reinigen mit Gallseife

Gallseife ist ein altbewährtes Hausmittel zur Entfernung diverser Verschmutzungen. Gallseife ist ein Naturprodukt und besteht aus Kernseife, die mit Rindergalle versetzt wird. Die emulgierenden Salze der Gallsäure haben eine sehr gute Reinigungswirkung, die Gallseife kann mit modernen chemischen Fleckentfernern in den meisten Fällen mithalten. Gallseife gibt es als Stück für unter einem Euro zu kaufen, wirkungsvoller ist aber die Flüssigform, auch diese ist günstig in Drogeriemärkten zu erhalten.

Handelsübliche Fleckentferner auf chemischer Basis sind oftmals aggressiv zur Haut und nicht für Allergiker geeignet. Insgesamt ist die Gallseife ein echter „Allrounder“, der in keinem bewusst geführten Haushalt fehlen sollte. Verglichen mit den regalbretterweise angebotenen Spezialmitteln für jede Sorte von Flecken ist die Gallseife ein langfristig sicherer Spartipp für den Haushalt. Einige Anwendungsbeispiele:

Sehr hohe Wirksamkeit besitzt Gallseife bei Stärke-, Blut-, Eiweiß,- und Fettflecken. Abgesehen von der Wirksamkeit zeichnet sie sich durch extrem hohe Ergiebigkeit aus. Sie ist ökologisch unbedenklich und hautverträglich, so kann sie auch bei Menschen mit Hautproblemen eingesetzt werden.

Immer mehr Eltern kehren aus Allergiegründen wieder zur Verwendung von Stoffwindeln zurück. Doch selbst nach der Kochwäsche bleiben oft noch Flecken von Babykot zurück. Diese werden mit Gallseife problemlos beseitigt. Vor der nächsten Wäsche einen Tropfen Gallseife auf die betroffenen Stellen, dann wird die Windel wieder fleckenfrei. Eine Allergiegefahr besteht nicht.

Gallseife eignet sich auch hervorragend bei Flecken auf Teppichen. Anstatt sofort mit einem giftigen Teppichreiniger aufzuwarten, sollte man zuerst versuchen, die betroffene Stelle mit Gallseife und Wasser einzuweichen, danach vorsichtig reiben und mit viel Wasser ausspülen. Wichtig bei empfindlichen Teppichmaterialien: Die Anwendung zuerst an einem nicht sichtbaren kleinen Bereich anwenden, da Gallseife bei sehr empfindlichen Materialien oder minderwertigen Textilien die Farbe anlölsen kann.

Spartipps für den Hausputz

Hausputz ist für viele ein lästiges Übel, aber von Zeit zu Zeit notwendig. Die fortschreitende Technik nimmt uns dabei immer mehr körperliche Arbeit ab. Wo noch vor 100 Jahren die Hausfrau stundenlang Parkettböden von Hand gewachst und die Wäsche mit Kernseife von Hand geschrubbt hat, nimmt uns heutzutage eine Vielzahl modernster Geräte und ein kaum überschaubares Spektrum von Putz- und Waschmitteln einen großen Teil der schweren Handarbeit ab.

Doch für ein sauberes Zuhause ist es nicht unbedingt notwendig, palettenweise Spezialreiniger teuer zu erwerben. Ein wichtiges Utensil für den Hausputz ist der Allzweckreiniger. Wie der Name schon sagt, ist er universal einsetzbar und macht bei richtigem Gebrauch einige andere Spezialreiniger überflüssig: Einige Spartipps zum Hausputz mit Allzweckreinigern:

Beim Kauf von Allzweckreiniger ist es wichtig, auf Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzugreifen. Es gibt auch günstige Produkte mit sehr hoher Ergiebigkeit und hoher Wirksamkeit. Wer umweltbewusst reinigen will, sollte darauf achten, dass die Inhaltsstoffe biologisch abbaubar sind. Da er universell eingesetzt wird, kann man besonders bei Allzweckreinigern durch den Kauf von größeren Einheiten einiges Geld sparen und so die Haushaltskasse schonen.

Ein großer Anteil des großen Hausputzes nimmt die Reinigung der Fußböden ein. „Einer für Alle“ heißt die Devise. Einsatzgebiete für Allzweckreiniger sind im Bereich der Bodenreinigung Fliesen, PVC, Laminat und Steinböden. Auf diese Weise können mit einem Präparat viele Bereiche abgedeckt werden. Vorsicht geboten ist bei Parkettböden und hochwertigen Holzdielen (s. Parkettreinigung).

Eine Sparmöglichkeit besteht in der Dosierung des Allzweckreinigers. Oftmals sind die Dosierungsangaben des Herstellers recht großzügig angelegt, den dieser möchte schließlich an dem Produkt verdienen. Bei geringer Verschmutzung reicht oft weniger als vorgeschlagen aus, ein Spritzer ins Putzwasser ist meist schon ausreichend, um den gewünschten Reinigungseffekt zu erzielen.

Allzweckreiniger kann man ohne viel Aufwand auch selbst herstellen. Das einfachste Rezept besteht aus einer Mischung von zwei Teilen Essig (alternativ einer halber Tasse Essigessenz) und einer Tasse Wasser. Um den unangenehmen Essiggeruch zu überdecken, kann man natürliche Duftstoffe in Form ätherische Öle tropfenweise zugeben. Als Nebeneffekt wird so die antibakterielle Wirkung verstärkt. Auch durch Zugabe von Lavendel- oder Teebaumöl kann man dem selbst hergestellten Allzweckreiniger eine gute Duftnote verleihen. Eine langfristig gute Sparmöglichkeit, gleichzeitig schont man so beim Hausputz die Umwelt.

Spartipps zum Reinigen von PKW Innenräumen

Innenräume von Pkws bestehen aus vielseitigen Materialien und bedürfen einer sorgfältigen Reinigung. Denn im Auto wird nicht nur gesessen, sondern oft auch gegessen, getrunken, teilweise auch geraucht. Die Palette der im Innenraum verarbeiteten Materialien ist groß: Leder, Kunststoff, Polster etc. verschmutzen mit der Zeit und müssen regelmäßig gereinigt werden. Für professionelle Innenreinigungen beim Profi oder an Tankstellen zahlt man z.T. hohe Preise.

Will man die Reinigung selbst vornehmen, so stehen in den Autohäusern oder in diversen Internetportalen unzählige Spezialreiniger für die Reinigung des Innenlebens des Autos zur Verfügung. Diese sind oft unverhältnismäßig teuer. Doch auch hier gibt es für den Autobesitzer Sparmöglichkeiten, die Innenreinigung günstig mit ein paar wenigen, günstigen und umweltverträglichen Produkten selbst zu bewerkstelligen, ohne dabei zu tief in den Geldbeutel greifen zu müssen. Hier unsere Spartipps:

Eine – auch vom ADAC empfohlene – Grundregel lautet: Keine aggressiven Pflegemittel verwenden! Der Innenraum des Autos enthält verschiedene, empfindliche Kunststoffe, die von aggressiven Reinigern, welche Chlor, Alkohol etc. enthalten, angegriffen, aufgeraut oder sogar geschädigt werden könnten. Deshalb unser Spartipp: Die Kunststoffoberflächen mit heißem Wasser, versetzt mit handelsüblichem Spülmittel mithilfe eines Baumwolltuches gründlich abreiben. Danach trocken nachwischen, damit keine Kalkflecken zurückbleiben.

Bei hartnäckigen Flecken empfiehlt sich das gezielte Einreiben mit Rasierschaum. Dadurch werden die Flecken angelöst und lassen sich anschließend mit Spülwasser gut entfernen. Gegen unangenehme Gerüche wirkt ein Spritzer Essig oder Zitrone im Waschwasser. Beides hat nicht nur eine desinfizierende Wirkung, sondern bindet selbst festsitzende Gerüche im Innenraum.

Im Innenraum befinden sich viele Ritzen und Fugen, die von Hand mit dem Putzlumpen schlecht zugänglich sind. Hinzukommt, dass man bei der Innenraumreinigung sorgfältig auf die Elektronik achten muss, das bedeutet, übermäßiges Einweichen oder Wässern unzugänglicher Stellen und Fugen sollte vermieden werden. Hier ist ein handelsüblicher, langstieliger Malerpinsel mit Borsten hilfreich. Damit kann man problemlos unzugängliche Stellen erreichen.

Den Pinsel in Spülwasser oder Essigwasser tauchen und die entsprechenden Stellen reinigen. Wird der Pinsel mit einem Stück Baumwolltuch überzogen, der mithilfe eines Haushaltsgummis oder eines Kabelbinders am Pinsel befestigt wird erzielt man einen höheren Reinigungseffekt, da der Schmutzabrieb an der Baumwolle hängen bleibt.

Bei Polstern und Stoffbezügen eignet sich das Einschäumen mit einer Spülmittellösung mit dem Zusatz von Backpulver. Dadurch erzielt man einen Aufschäumeffekt, die Schmutzpartikel werden gebunden und können mit klarem Wasser ausgespült werden. Bei starken Verschmutzungen kann man auf einen milden Polsterreiniger zurückgreifen. Spartipp: Günstige Produkte aus dem Drogeriemarkt sind dabei genauso effizient als teure Präparate, die von der Autoindustrie angepriesen werden.

Eine klare Sicht ist für den Autofahrer unabdingbar und sicherheitsrelevant. So ist es notwendig, die Autoscheiben auch von innen streifenfrei zu reinigen. Auch hier sind keine unverhältnismäßig teuren Produkte der Autoindustrie notwendig, man kann genauso wie beim Reinigen der heimischen Fenster mit Hausmitteln denselben Effekt erzielen. Mit heißem Spülwasser plus Essig und einem sauberen Baumwolltuch werden die Scheiben wieder klar. (siehe Spartipps Fensterputz).

Reinigen von Jalousien

Jalousien reinigen sollte man regelmäßig, da sich aufgrund der Schmutzbelastung der Luft einiges an Schmutz festsetzen kann. Die Zeiten der Fensterläden sind weitgehend vorbei, fast jeder Haushalt besitzt Jalousien, diese sind ideal als Schutz gegen Sonneneinstrahlung, Wind oder unerwünschte Blicke der neugierigen Nachbarschaft. Bei der Wahl des Reinigungsmittels muss man das Material der Jalousie miteinbeziehen, da jedes Material eine andere Pflege erfordert. Die Reinigung muss nicht umständlich oder teuer sein, mit einigen Spartipps gelingt der Jalousienputz kostenarm und unkompliziert:

Jalousien, die aus Metall oder aus Kunststoff bestehen, sollten regelmäßig abgestaubt werden. Dies kann mit einem Staubwedel oder einem Mikrofasertuch problemlos durchgeführt werden und verhindert prophylaktisch das Ansammeln größerer Staubmengen. Als Grundreinigung reicht es, die Jalousien regelmäßig mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel zu reinigen. Spartipp: Lässt sich die Jalousie ausbauen, so kann man sie auch in der Badewanne unter fließendem Wasser einweichen und abwaschen.

Bestehen die Jalousien aus textilem Gewebe müssen sie intensiver behandelt werden, denn Stoff nimmt auch unangenehme Gerüche, wie Zigarettenrauch oder Kochgerüche auf. Viele Stoffjalousien sind abwaschbar und können in der Waschmaschine im Pflegewaschgang gesäubert werden. Alternativ dazu kann man Stoffjalousien in der Badewanne einweichen und gründlich von Hand waschen, mit Flüssigseife oder Feinwaschmittel. Wichtig ist, die Herstellerangaben zu beachten, es gibt empfindliche Stoffe, dann bleibt manchmal nur der Gang zur Reinigung übrig.

Jalousien aus Holz sind dekorativ, sollten aber möglichst nicht nass gereinigt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Nässe ins Holz eindringt und die Jalousie zu quellen beginnt. Abstauben, mit einem trockenen Tuch abreiben, oder mit dem Staubsauger und einem entsprechenden Aufsatz absaugen sind hier die Mittel der Wahl. Teure Spezial-Jalousien-Bürsten aus dem Handel sind in der Regel nicht erforderlich.

Spartipps für die Küchenhygiene

Küchenhygiene ist das A und O im Haushalt. Die Küche ist der Ort, an dem Lebensmittel gelagert und verarbeitet werden, somit aber auch der Ort mit den meisten Keimen und potenziellen Krankheitserregern. Jährlich werden in Deutschland in den Gesundheitsämtern über 100.000 Krankheiten gemeldet, die nachgewiesen durch Mikroorganismen in Lebensmittel hervorgerufen werden, die Dunkelziffer ist entsprechend höher.

Deshalb ist eine penible Grundhygiene in Küchenräumern unabdingbar für das Wohl der Bewohner. Das bedeutet aber nicht, dass man blindlinks mit literweise teurem Desinfektionsmittel um sich putzen muss, es existieren im Bereich Küchenhygiene zahlreiche Sparmöglichkeiten, um weitgehend auch ohne den Einsatz teurer chemischer Keulen das Küchenumfeld sauber und hygienisch einwandfrei zu halten:

Damit sich unliebsame Keime erst gar nicht verbreiten können, ist eine regelmäßige Reinigung der Küchengeräte, Vorratsschränke und vor allem des Kühlschranks notwendig. Dabei muss es nicht das teure Spezialmittel gegen Keime sein, ein effektiver Spartipp ist auch hier der Einsatz wirksamer Hausmittel, wie z. B. Essigwasser. Damit kann man sowohl die Böden reinigen, als auch – in etwas verdünnter Form als bei der Bodenreinigung – die Schränke und den Kühlschrank auswischen.

Für den Innenputz des Kühlschranks bietet sich als sparsame Lösung – alternativ zum Essigwasser- auch Zitronensaft oder eine selbst hergestellte Natronlösung an. Eine Natronlösung ist besonders empfehlenswert, wenn sich in den Ritzen schon Ablagerungen befinden. Wichtig dabei ist, den Kühlschrank leer zu räumen, und die Zwischenböden auszubauen, da sich besonders in den Einschubritzen Lebensmittelreste und Schimmel anlagern können.

Verwendet man für jedes Reinigungsmittel und für jeden Anwendungsbereich ein gesondertes Tuch oder Schwamm, so verhindert man gefährliche Kreuzkontaminationen. Putztücher und Schwämme müssen regelmäßig in der Waschmaschine bei 60° gewaschen werden, um alle Keime zu entfernen.

Bei akutem Schimmelbefall ist ein besonders gründliches Vorgehen notwendig. Verschimmelte Produkte unbedingt entsorgen. Die Schimmelstellen in Schränken oder an Geräten können mit einer heißen Spülmittellösung oder einer Natronpaste entfernt werden, danach ist eine gründliche Desinfektion, z.B. mit einer Waschbenzinlösung notwendig. Der Einsatz hochgiftiger Schimmelentferner ist oftmals nicht notwendig, da diese chemischen Stoffe enthalten, die ebenfalls gesundheitsschädlich sein können, wenn sie nicht rückstandsfrei ausgerieben werden oder verdampfen.

Nach der Schimmelbeseitigung ist es absolut notwendig, den befallenen Schrank oder Kühlschrank nach mehrmaligem auswaschen des Reinigungsmittels mit klarem Wasser gründlich auszulüften. So verdampfen letzte Putzmittelreste und ein erneuter Keimbefall wird verhindert.

Reinigen von Laminatböden

Laminatböden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und haben sich aufgrund ihrer Robustheit bei gleichzeitig ansprechender Optik gegen viele andere Bodenbeläge durchgesetzt. Trotz der Robustheit gilt es bei der Reinigung von Laminatböden einiges zu beachten. Laminat besteht aus zwei Schichten, einer Holzfaserplatte als Trägerschicht und einem in Melaminharz getränktem Spezialpapier als Dekorschicht, beide Schichten sind miteinander verklebt.

So gibt es beim Putzen auch dieses widerstandsfähigen Materials einiges zu beachten. Sieht man von den zahlreichen speziellen Laminatreinigungs-Präparaten ab, die im Handel zu finden sind, kann man auch bei diesem Material auf günstigere Hausmittel zurückgreifen, die genauso wirkungsvoll sind wie kostspielige Reinigungsmittel. Sparmöglichkeiten gibt es u.a. durch folgende Spartipps:

Grundsätzlich kann man für die Grundreinigung des Laminats den Staubsauger und – soweit vorhanden – einen Dampfreiniger verwenden, ohne den Zusatz von speziellen Mitteln erzielt man bei regelmäßiger Anwendung eine kontinuierliche Grundsauberkeit. Dampfreiniger deswegen, weil der direkte Einsatz von zu viel Wasser die Klebeschicht lösen könnte oder in evtl. vorhandene Risse in der Melaminschicht eindringen könnte. Ansonsten kann man den Boden auch herkömmlich mit einem milden Allzweckreiniger, Spülmittel oder Essigwasser feucht aufwischen.

Unser Spartipp für glänzendes Laminat ist die Verwendung von Badeöl. Dies hat zusätzlich den Vorteil, dass sich beim Putzen – abgesehen vom Glanzeffekt – eine angenehme Duftnote verbreitet. Man gibt etwa 50ccl Badeöl ins warme Waschwasser und wischt das Laminat feucht ab. Danach trockenwischen, sonst besteht Rutschgefahr!

Anstelle handelsüblicher Laminatreiniger erreicht man auch durch die Verwendung von Haarshampoo oder Neutralseife einen guten Reinigungseffekt. Beide haben eine gute fettlösende Wirkung, Shampoo hat außerdem den positiven Nebeneffekt eines angenehmen Duftes. Auch bei dieser Anwendung ist das nachträgliche Trockenwischen wichtig.

Befinden sich starke Verschmutzungen, eingetrocknete Flecken oder Abrieb von Schuhsohlen auf dem Laminatboden, so kann man diese vorsichtig mit einem herkömmlichen Ceranfeldschaber beseitigen. Den Schaber – wie bei der Herdreinigung – in einem 30 Grad-Winkel ansetzen, um die betroffenen Stellen abzuschaben. Wichtig ist, das Laminat vorher zu saugen oder trocken vorzuwischen, damit keine Steinchen etc. während des Reinigungsvorgangs zu Kratzern führen.

Für sehr klebrige Flecken auf dem Laminatboden empfiehlt sich ein spezieller Schmutzradierer. Dieser ist günstig im Baumarkt oder im Internet erhältlich und hat aufgrund der enormen Ergiebigkeit ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu chemischen Reinigern. Kaugummireste oder Schuhsohlenabrieb können so durch vorsichtiges Radieren beseitigt werden. Im Vergleich zu anderen Methoden eine echte Sparmöglichkeit.

Spartipps für die Möbelpolitur

Möbelpolituren haben in der heutigen Zeit zwar nicht mehr den Stellenwert wie früher, da viele Möbel inzwischen aus pflegeleichteren Materialien hergestellt werden und mit gängigen Reinigungsmitteln abwaschbar sind. Trotzdem erfordern Möbelstücke aus Echtholz, Leder etc. besondere Pflege, dies gilt insbesondere für altes und antikes Mobilar.

Möbelpolituren gibt es in großer Varianz, für jedes Material existieren meist teure Spezialprodukte, die zwar wirksam, aber in der Regel nicht produkteökologisch unbedenklich und nicht hautfreundlich sind. Dabei gibt es sehr gute, kostengünstigere Alternativen, eine interessante Sparmöglichkeit ist das Selbstherstellen von Möbelpolituren. Hier einige Spartipps rund ums Thema Möbelpolituren:

Essig und Speiseöl in einer 2 zu 1 Mischung bringt auch empfindliche Möbel wieder auf Hochglanz. Mit einem weichen Baumwolltuch aufgetragen werden Flecken entfernt und das Möbelstück erstrahlt in neuem Glanz. Bei verbleibenden Verschmutzungen kann man die Mischung mit etwas Kochsalz ergänzen. Hier sollte man darauf achten, dass sich das Kochsalz vor dem Auftragen vollständig aufgelöst hat.

Handelsübliche Sonnenmilch funktioniert auch sehr gut, um das Mobilar aufzupolieren. Wenig Sonnenmilch vorsichtig mit einem weichen Tuch aufgetragen hinterlässt nicht nur einen Glanz, sondern bringt durch den Geruch Urlaubserinnerungen zum Vorschein.

• Bei sehr dunklen Möbeln eignet sich eine Öl-Rotwein-Mischung, im Verhältnis 1:1. Diese Variante hat gute Erfolge bei dunkelbraunen oder schwarzen Möbeln, bei hellem Mobilar wird davon abgeraten aufgrund eventueller Fleckenbildung durch den Rotwein.

• Für antike Massivholzmöbel eignet sich eine Mischung aus Bienenwachs und Terpentin. Das Bienenwachs sollte kleingerieben und im Wasserbad in Terpentin aufgelöst werden, bis sich die beiden Zutaten zu einer homogenen Masse verbinden. Nach dem Auskühlen der Politur kann diese mit einem weichen Tuch auf die Möbel aufgetragen werden. Ein etwas aufwendigeres Rezept, das aber gute Erfolge erzielt und im Vergleich zu handelsüblichen Spezialtinkturen auch für Antikmöbel eine gute Sparmöglichkeit.

Ein echter Männertipp: Eichenmöbel werden wieder glänzend, wenn man sie mit hellem Bier einreibt. Mit lauwarmem Bier erzielt man die besten Erfolge. Danach mit einem weichen Tuch trockenreiben – und mit dem übrig bleibenden Bier kann man sich für die Mühe des Polierens belohnen.

Natron und Soda als vielseitiges Reinigungsmittel

Natron und Soda sind als Haushaltsreiniger wahre Wundermittel. Wer diese beiden Zutaten im Haus hat, dem ergeben sich im häuslichen Alltag zahlreiche Sparmöglichkeiten. Chemisch gesehen sind beides verwandte Stoffe, beides sind Natriumsalze der Kohlensäure, haben somit auch ähnliche Anwendungsbereiche, aber mit einem kleinen Unterschied:

Natron ist Natriumhydrogencarbonat (NHCO3), gut bekannt unter den Handelsnamen „Bullrichsalz“ oder „Kaiser Natron“. Als Lebensmittelzusatz E500 ist es auch Hauptbestandteil des Backpulvers (s. Backpulver). Natron wird im Gegensatz zu Soda im Anwendungsgebiet der Lebensmittelverarbeitung verwendet, besitzt aber auch hervorragende Reinigungseigenschaften.

Soda ist Natriumcarbonat (Na2CO3). Soda wird oft als Waschsode, Backsoda oder Kristallsoda in den Handel gebracht. Soda reagiert basischer und reagiert mit anderen Stoffen stärker als Natron. Das ist auch der Grund, warum es im Gegensatz zum Natron als Gefahrstoff gekennzeichnet wird. 

Trotz unterschiedlicher Reaktionsstärken haben beide Stoffe ähnliche chemische Eigenschaften und sind in vielen Bereichen des Haushalts effektive Reinigungsmittel. Einige Beispiele:

Hartnäckige Verschmutzungen in Pfannen und Töpfen kann man mit Natron, besser noch mit Soda beseitigen. Hierfür ein Esslöffel Substanz in einem Liter Wasser aufkochen, einweichen lassen und danach die angelösten Schmutzreste abreiben. Obwohl Soda das stärkere Produkt ist, empfiehlt sich bei Pfannen etc., die mit Lebensmittel in Kontakt kommen, eher die Verwendung von Natron.

Stark verschwitze Kleidungsstücke, die nach dem normalen Waschen nicht beseitigt werden können, kann man in Waschsoda einweichen, so lösen sich auch festsitzende Schweißgerüche auf. Einfach 2 Esslöffel Waschsoda in einem Eimer Wasser auflösen und über Nacht einweichen, danach wie gewohnt waschen.

Scheuermilch für den Hausputz kann man auch selbst herstellen, ein echter Spartipp: Aus Soda/Natron, Zitronensäure und Speisestärke mit etwas Wasser eine Paste herstellen hilft gegen starke Verschmutzungen und Verkrustungen auf Küchenutensilien, Böden und Haushaltsgegenständen aller Art.

Geruchsentfernung in Mülleimern funktioniert prima, indem man den Boden des Mülleimers mit einer dünnen Schicht Natron oder Soda bedeckt. Besonders in den Sommermonaten sind unangenehme Gerüche aus den Mülleimern eine Belastung für die Bewohner. Diese einfache Methode stellt als Alternative zu teuren und umweltschädlichen Geruchsbeseitiger aus dem Drogeriemarkt eine echte Sparmöglichkeit dar.

Natron oder Soda wirken fettlösend und antibakteriell. Deshalb ist beides in Kombination mit Essigsäure hervorragend für die Reinigung verstopfter Rohre geeignet. Denn wenn Soda/Natron mit Essigsäure reagiert, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). So ist eine natürliche Lösung der Verstopfung ohne teure Spezialreiniger möglich.

Reinigungsmittel gegen Ölflecken

Ölflecken auf Kleidungsstücken oder auf Haushaltsgegenständen, Wänden oder anderen Flächen sind oft hartnäckig und die spurenlose Beseitigung stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Dabei gilt besonders für die Beseitigung von Ölflecken: Wasser ist kein Fettlöser und kann somit auch keine Ölflecke beseitigen. Denn Wasser ist grundsätzlich aufgrund seiner Polarität kein Lösemittel für organische Stoffe.

Allerdings werden Motoröl, Salatöl, Sonnenöl und Co. durch Hitze gelöst, weswegen heißes Wasser als Trägersubstanz in Kombination mit Fettlöser zur Fleckentfernung verwendet werden kann. Welche Wassertemperatur man wählt, hängt vom Material, das man bearbeitet ab. Je höher die Temperatur, umso besser lässt sich das Öl lösen. Was Wenige wissen, auch für hartnäckige Öl- und Fettflecken gibt es durch die Verwendung einfacher Hausmittel eine Reihe von Sparmöglichkeiten und erstaunlich umweltfreundliche Lösungen:

Öl- oder Fettflecken auf Textilien können mit handelsüblichem Babypuder behandelt werden. Die betroffene Stelle muss großzügig mit dem Puder bedeckt werden und je nach Intensität des Fleckes eine Weile eingeweicht werden. Danach ausgiebig mit heißem Wasser ausspülen, oder in der Waschmaschine waschen. Besonders bei kleineren Flecken hat diese Methode erstaunlichen Erfolg. Anstatt Babypuder haben sich auch Maisstärke und Kochsalz als hervorragende Absorptionsmittel für Öl und Fett bewährt.

Als wirkungsvolles Absorptionsmittel eignet sich auch der Allrounder Backpulver. Dies sollte in Form einer Paste, hergestellt mit heißem Wasser aufgetragen werden. Backpulver hat aber den Nachteil, dass es gleichzeitig eine Bleichwirkung besitzt, darum sollte es ausschließlich für helle Textilien verwendet werden.

Ein seltsam anmutender aber wirkungsvoller Spartipp zur Beseitigung von Ölflecken aus Textilien besteht darin, die Flecken mithilfe von Löschpapier auszubügeln. Hierfür legt man das befleckte Kleidungsstück zwischen zwei Blätter Löschpapier und bügelt mit möglichst hoher Temperatur darüber, bis das Öl vollständig vom Löschpapier aufgesaugt ist. Dies mehrmals wiederholen, wobei immer wieder eine frische Stelle Löschpapier über/unter den Fettfleck gelegt werden sollte, um die volle Saugkraft des Löschpapiers flächendeckend auszunutzen.

Eine etwas außergewöhnlich klingende aber chemisch logische Methode ist, Öl mit Butter zu entfernen. Der wissenschaftliche Hintergrund ist, dass Buttersäure chemisch mit Fettmolekülen reagiert und somit ein sehr guter Fettlöser ist. Diese Methode gilt vor allem für Textilien, die bei hoher Temperatur waschmaschinenfest sind. Die befallene Stelle mit einem Stück Butter einreiben, einwirken lassen und bei möglichst hoher Temperatur in der Waschmaschine auswaschen.

Reinigungsmittel für Parkettböden

Parkett ist bis heute der Klassiker in deutschen Wohnzimmern. Vor allem aufgrund des edlen Aussehens ist Parkett immer noch die noble Variante unter der Vielzahl der Alternativen. Aufgrund der Echtholzgrundlage sind Parkettböden empfindlicher und die Reinigung aufwendig. Man unterscheidet zwischen gewachstem oder geöltem Parkett und versiegeltem Parkett. Letzteres ist mit einer zusätzlichen Lackschicht versehen, welche die Oberfläche zusätzlich vor Kratzern und dem Eindringen von Dreck und Feuchtigkeit schützt. Außerdem gibt es weitere Faktoren, die bei der Parkettreinigung zu beachten sind:

Die Härte des Bodens

Die Art und Porigkeit des Holzes

Die Resistenzklasse.

Für die Reinigung gibt es auf dem Markt regalbretterweise Pflegemittel unterschiedlichster Preislage und Umweltverträglichkeit. Alternativ dazu kann man Parkettböden auch kostenarm behandeln. Einige der Spartipps durch Verwendung traditioneller Hausmitteln sind hier aufgelistet:

Im Gegensatz zu Laminatböden sollte bei der Reinigung von Parkett komplett auf den Einsatz von Staubsauger verzichtet werden, da die Gefahr, beim Saugvorgang Kratzer zu verursachen zu hoch ist. Mit einem Bodenwischer und einem nebelfeuchten Baumwolltuch werden gute Ergebnisse erzielt. Unser Spartipp: Je öfter man das Parkett trocken abwischt, desto geringer ist die Chance, dass sich größere Mengen Schmutz anlagern oder Verkrustungen bilden.

Bei starken Verschmutzungen kann getrost der chemische Reiniger weggelassen werden, eine halbe Tasse Spiritus auf den betroffenen Stellen kurz einwirken lassen und anschließend feucht aufwischen wirkt Wunder, auch bei hartnäckigen Schmutz.

Für dunkles Parkett gibt es ein ungewöhnliches, aber wirkungsvolles Rezept, dessen Zutaten jeder zuhause hat, die Kosten liegen im Cent Bereich: 6 Beutel schwarzen Tee in einem halben Liter Wasser aufkochen, abkühlen lassen, und als Waschwasser verwenden. Schwarzer Tee enthält Stoffe, die Verschmutzungen am Holzboden anlösen. Ein echter Spartipp!

Zuletzt noch eine Sparmöglichkeit für verkappte Chemiker unter den Hausfrauen/Hausmännern: Man mischt 1 Liter Pflanzenöl, eine Tasse hochprozentigen Alkohol (z.B Spiritus) und eine halbe Tasse Zitronensaft und verwendet die Lösung als Waschwasser. Der Sud kann für spätere Anwendungen in einem Schraubglas über Monate hinweg aufbewahrt werden.

Kugelschreiberflecken lassen sich auch auf Parkettböden mit Zahnpasta entfernen, Rotweinflecken mit einer Natron-Öl-Mischung

Kleinere Kratzer kann man mit einem Klecks Natron vorbehandeln und danach mit einer 1 zu 1 Mischung Wasser und Essig nachwischen.

Qualität vs. Quantität

In den Regalen der Supermärkte, Discounter und Drogeriemärkte stehen regelbretterweise Reinigungsprodukte aller Preislagen und Qualitäten. Vom 0-8-15 Geschirrspülmittel bis zum teuren Spezialreiniger, die Vielfalt ist erschlagend. Innerhalb eines Anwendungsproduktes gibt es ebenfalls gigantische Preisspannen. Am Beispiel Geschirrspülmittel gibt es sowohl das 69 Cent Discounterprodukt als auch Spezialfettllöser, welche mehr als das Zehnfache kosten.

Die Kunst besteht darin, den Spagat zwischen Preis und Leistung zu finden, um möglichst kostengünstige aber gleichzeitig effektiv wirksame Produkte für die Reinigung zu finden. Ein weiterer Aspekt, welcher in der heutigen Zeit beim Kauf von Reinigungsmitteln immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Umweltverträglichkeit der gekauften Produkte. In dieser großen Bandbreite der Angebote bieten sich sehr viele Sparmöglichkeiten, wenn man sich die Mühe macht, vor dem Kauf einige Überlegungen zu tätigen und einige einfache Spartipps beachtet:

Beim Kauf von Reinigungsmittel ist die Ergiebigkeit ein wichtiges Kriterium. Auf den meisten Packungen sind Herstellerangaben zur Ergiebigkeit des Produktes. Diese sind aber oft eher idealistisch anmutend. Angaben wie z.B. Ein Liter Geschirrspüler für 5000 Teile ist wohl eher das Wunschdenken des Herstellers als die realistische Effizienz des Produktes. Vergleicht man in eigener Evaluation Produkte, die man in Gebrauch hat, so bekommt man ein Gespür, welches Reinigungsmittel ergiebiger ist und kann sich dann auf ein Produkt spezifizieren.

Die Herstellerangaben sind trotz so mancher Übertreibungen Richtwerte, an denen man sich grob orientieren kann. Unser Spartipp: Großpackungen sind oft günstiger. Viele Reinigungsmittel sind lange haltbar, dann lohnen sich auch für den kleinen Haushalt größere Einheiten, um auch beim Einkauf langfristig Geld zu sparen.

Beim Reinigungsprozess oder Waschvorgang gilt nicht immer „viel hilft viel“. Weniger ist oft mehr. Oft liegen die benötigten Mengen unter den Angaben des Herstellers. Unser Spartipp: Bei starken Verschmutzungen kann man durch den Faktor Zeit die Ergiebigkeit erhöhen und Reinigungsmittel sparen. So ist es z.B. günstiger, Flecken auf einem Kleidungsstück mit einer kleinen Menge einzeln zu betropfen und ein paar Stunden einweichen zu lassen, als mit der doppelten Ladung Waschmittel aufzuwarten.

In Zeiten des Klimawandels, zunehmender Allergieprobleme und Gewässerverschmutzung legen immer mehr Verbraucher Wert auf die Umweltverträglichkeit von Reinigungsmitteln. Viele Produkte aus diesem Sektor haben eine äußerst schlechte Ökobilanz. Dies ist nicht immer preisabhängig, teure Produkte sind nicht immer ein Garant für Umweltverträglichkeit. Im Gegenteil: Hochwirksame Substanzen bewirken zwar einen schnelleren und einfacheren Putzerfolg, beinhalten aber oftmals eine Reihe schädlicher Chemikalien, der Preis für die Umwelt ist hoch. Zum Vergleich lohnt sich ein Blick in das Portal Stiftung Ökotest oder ähnlichen Portalen, so gibt es für alle Bereiche der Reinigungsmittel Produkte, die bei guter Umweltverträglichkeit sogar günstiger zu kaufen sind als hochgepriesene Wundermittel.

Reinigungsmittel gegen Rost und Flugrost

Rostflecken und Flugrost treten immer wieder an den unterschiedlichsten Orten im Haushalt auf. Ob Flugrost an Besteckteilen, oder Rostflecken an der Spüle, sogar an Klamotten, die zu feucht gelagert werden, kann Rostbefall auftreten, auch sehr gepflegte Haushalte bleiben davon nicht verschont. Gesundheitlich sind Rostflecken zwar unbedenklicher als z.B. Schimmelpilz, da es sich um oxidiertes Eisen handelt, dennoch sollte Rostbefall jeder Art unmittelbar entfernt werden, da eine einmal angerostete Stelle immer weiterrostet und Materialschäden verursachen kann. Wir haben einige Spartipps gefunden, wie man auch ohne teure chemische Rostentferner dem Rost effektiv zu Leibe rücken kann:

Ein sehr günstiges und wirkungsvolles Anti-Rostmittel ist Vitamin C. Dies ist in Pulverform für wenig Geld im Drogeriemarkt erhältlich. Angerührt mit etwas Wasser löst es Rostflecken an Töpfen, in der Spüle und an anderen Metallgegenständen. Der Vorteil hierbei ist: Da es sich beim Vitamin C um eine milde organische Säure handelt, löst sie im Gegensatz zu z.B. Essigsäure keine Reizungen der Augen und Atemwege aus und sie ist zugleich absolut lebensmittelverträglich.

Natron und Backpulver sind breitbandige Hausmittel und können ebenfalls zur Bekämpfung von Rostflecken im Haushalt eingesetzt werden. Beide Substanzen sind günstig in Drogeriemärkten, im Internet und teilweise auch in Supermärkten erhältlich.

Der beste Rostlöser ist – chemisch gesehen – die Phosphorsäure. Sie verwandelt das rostbraune Eisenoxid (Rost) in farbloses Eisenphosphat, welches in Wasser löslich ist. Phosphorsäure ist in handelsüblicher Cola in ausreichender Menge vorhanden, um dadurch die Cola als Rostlöser im Haushalt einzusetzen. Die angerosteten Teile. z.B. Messer für mehrere Stunden in die Cola legen, danach mit Wasser abspülen und ggf. mit Alufolie nachreiben.

Reinigungsmittel gegen Schimmelpilzbefall

Schimmelpilzbefall ist ein ernst zu nehmendes Problem, da die Ansiedlung von Schimmelpilzen für die Bewohner des betroffenen Haushalts eine große Gesundheitsgefährdung darstellt. Schätzungen zufolge leben ungefähr sieben Millionen Deutsche in Wohnungen oder Häusern, die von Schimmelpilz befallen sind. Vorsicht!

Oft realisiert man das Problem erst sehr spät, weil sich Schimmelpilze vorzugsweise an feuchten Orten, z.B. hinter Schränken oder in zugestellten Ecken ansiedeln. Jeder Ansatz von Schimmel sollte unmittelbar entfernt werden. Auch wenn man dabei manchmal um den Einsatz teurer chemischer Keulen nicht umhinkommt, gibt es einige Sparmöglichkeiten im Bereich der Schimmelentfernung:

Der beste Spartipp ist auch hier die Prophylaxe: Das regelmäßige Lüften kann einen Großteil des Schimmelbefalls verhindern. Möbel sollten nicht direkt an die Wand gestellt werden, um eine kontinuierliche Luftzirkulation aufrechtzuerhalten. Duschkabinen, Armaturen und Fliesen sollten stets gründlich abgetrocknet werden. Oftmals ist der Schimmel aber durch bauliche Mängel bedingt, diese sollten umgehend beseitigt werden, da nach der Schimmelentfernung dieser nach einer Weile wieder einsetzen würde.

Erkennt man die Vorboten eines Schimmelbefalls, z.B. kleine dunkle Flecken an der Wand oder dunkle Verfärbungen an Fugen, so empfiehlt sich als Erstes die Behandlung günstiger und harmloser, aber durchaus wirkungsvoller Hausmittel. Eine intensive Behandlung mit heißem Wasser und Haushaltsreiniger kann schon ausreichend sein. Bei Fugen hilft auch der Einsatz von Zahnpasta oder Natron. Essigwasser jedoch ist neueren Studien zufolge als Schimmelvernichter umstritten. Bei glatten Oberflächen wie Fliesen oder Metall kann der Pilz nicht weit eindringen, hier sind Hausmittel völlig ausreichend.

Handelt es sich um einen akuten, deutlich sichtbaren Befall von Schimmelpilzen, so ist unser Spartipp der Einsatz klassischer Produkte wie Brennspiritus, Isopropylalkohol oder Bleichmittel. Diese sind weitaus günstiger als patentierte Kombipräparate. Sie verdunsten nach einer Weile und es bleiben keine Giftreste auf der behandelten Stelle. Wichtig beim Einsatz dieser Produkte ist das Tragen von Handschuhen, Mundschutz und ausreichende Lüftung.

Bei austauschbaren Materialien, z.B. Tapeten ist es oft sparsamer, die Tapete auszutauschen, als den Schimmel mühsam mit teuren Präparaten zu entfernen, bei befallenen Holzteilen hilft das mechanische Abschleifen auch gegen einen Neubefall von Schimmel, da dieser in die Holzporen eindringen kann.

Wer sich bei extrem starkem Schimmelbefall trotzdem für handelsübliche Schimmelentferner entscheidet, kann sich vor dem Kauf gründlich beraten lassen, nicht jedes Produkt eignet sich für alle Oberflächen. In Portalen wie Stiftung Ökotest kann man auch in diesem Bereich günstige und nicht zu umweltschädliche Präparate finden.

Spartipps für die Reinigung von Töpfe und Pfannen

Töpfe und Pfannen reinigen ist immer wieder – auch in Zeiten der Geschirrspülmaschine – eine Herausforderung. Angebrannte Reste und hartnäckige Verkrustungen werden auch im Geschirrspüler nicht immer sauber, außerdem besteht die Gefahr, dass die abgelösten Essensreste das Sieb der Maschine verstopfen. Bei extremen Verschmutzungen ist immer noch Handarbeit angesagt.

Entscheidend ist hierbei nicht nur der Grad der Verschmutzung, sondern auch das Material des Gefäßes. Zahlreiche Spezialreiniger, sortiert nach Schmutzart und Material, überfluten den Putzmittelmarkt. Die meisten chemischen Keulen müssen aber nicht sein, Sparmöglichkeiten beim Topfreinigen gibt es durch die Verwendung einfacher Hausmittel. Einige davon haben wir zusammengestellt, hier unsere Spartipps:

Edelstahltöpfe kann man hervorragend mit Zwiebelwasser reinigen. Die funktioniert auch für starke Verschmutzungen. Hierfür eine klein geschnittene Zwiebel mit Schale mit etwas Wasser aufkochen, bis das Wasser fast verdampft ist, bei sehr harten Krusten kann man nochmals Wasser zugeben und erneut aufkochen, danach ausreiben.

Wichtiger Tipp: Zur Reinigung verschmutzter Töpfe und Pfannen sollten keine Edelstahlschwämme verwendet werden, dies gilt besonders für beschichtete Pfannen. Naturmaterialien oder Plastikschwämme versehen den Dienst genauso und verursachen keine Schäden.

Kalkablagerungen können unkompliziert mit Essigessenz, aber auch mit Backpulver entfernt werden. Besonders bei großen Töpfen, z.B. zum Nudeln kochen, spart man unnötigen Platzaufwand in der Spülmaschine, wenn man die Kalkreste mit Essig oder einer Backpulver-Wasser-Mischung kurz aufkocht und danach gründlich auswischt. Genauso wirkungsvoll ist Zitronensaft, im Vergleich zu Essig oder Backpulver allerdings etwas kostspieliger.

Eine starke Reinigungswirkung hat auch Natron. Dabei sollte man darauf achten, Backnatron zu verwenden, dies ist lebensmittelverträglicher als Waschsoda. Vorsicht: Beim Aufkochen muss man auf gute Belüftung achten, da erhitztes Natron die Augen reizen kann

Ein Spartipp für Töpfe aus Gusseisen, Edelstahl oder Emaille ist die Verwendung von Pflanzenöl. Nach dem chemischen Prinzip: Organisches Material löst sich in organischen Lösemitteln, kann man durch Aufkochen mit Pflanzenöl besonders hartnäckige Ablagerungen wie Fett, Milch etc entfernen.

Unangenehme Gerüche im Haus beseitigen

Unangenehme Gerüche im Haushalt kennt jeder. Vom unangenehmen Mischgeruch im Kühlschrank bis zum Gestank aus kaputten oder veralteten Abflüssen, schlechte Gerüche beeinträchtigen nicht nur den Wohlfühlfaktor und somit die Lebensqualität der Menschen, sondern sie sind oft auch Indikatoren für gesundheitsschädliche Substanzen in der Luft.

Auch nicht schädliche Gerüche, wie der Dunst, der an die feuchtfröhliche Party der letzten Nacht erinnert oder die begleitenden Gerüche, wenn der Zwiebelkuchen oder das Sauerkraut aus dem Herd kommt, sind nicht immer angenehm für die Bewohner, besonders in Haushalten mit offenen Raumsystemen. So vielfältig wie die Geruchswelt ist auch die Produktpalette teurer, chemischer Geruchsbeseitiger. Als Sparmöglichkeit gibt es aber zahlreiche Alternativen, die Gerüche effektiv beseitigen, ohne den Geldbeutel und die Umwelt belasten. Hier unsere Spartipps:

Die „Nullnummer“ unter den Spartipps zur Geruchsvertreibung ist das regelmäßige Lüften der ganzen Wohnung, denn frische Luft ist das beste „Reinigungsmittel“ gegen Gerüche. Nur das Fenster zu kippen reicht oftmals nicht aus, effektiver ist das sogenannte Stoßlüften, den besten Effekt hat man bei zwei gegenüberliegenden Fenstern zur Erzeugung eines Durchzugs. Stoßlüften kann auch in der Heizungszeit durchgeführt werden, sollte allerdings nicht zu lange dauern, damit die Luft in den Innenräumen nicht zu stark abkühlt.

Essig hat hervorragende Eigenschaften, eine davon ist, Gerüche zu binden. Wirksam ist, ein Schälchen mit Essig oder verdünnter Essigessenz in der Wohnung zu verteilen, am besten über Nacht. Die Mischung sollte vorher auf dem Herd kurz aufgekocht werden, um die Wirksamkeit zu intensivieren.

Die Natur bietet ebenfalls gesunde Duftspender, die unangenehmen Gerüchen entgegenwirken. Verteilt man Orangenschalen oder Orangen mit Nelken gespickt oder auch Eukalyptusblätter in der Wohnung, so wirken die angenehmen Düfte dem häuslichen Mief entgegen, und man hat den Nebeneffekt, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Die natürlichen Duftspender haben außerdem noch einen dekorativen Charakter.

Ein eher ungewöhnlicher Geruchentferner ist Katzenstreu. Eine Handvoll Katzenstreu in ein Säckchen oder einen Socken gewickelt kann man z.B.in Kleiderschränke oder Wäscheschubladen legen. Das Streu absorbiert unangenehme Ausdünstungen.

Als „aktiver Geruchsbeseitiger“ kann auch der Staubsauger eingesetzt werden. Man träufelt vor dem Saugvorgang einige Tropfen ätherisches Öl auf den Staubsaugerbeutel, während des Saugens verbreiten die Öle durch die Luftzirkulation in der ganzen Wohnung einen angenehmen Duft.

Reinigungsmittel bei Aktionen auf Vorrat kaufen

Vergleichen und Vorrat schaffen sind effektive Spartipps, wenn es um die Anschaffung von Reinigungsmitteln geht. Mit einer intelligenten Wahl des Reinigungsmittelkonzepts im Haushalt ergeben sich zahlreiche dauerhafte Sparmöglichkeiten. In den Putz- und Waschmittelregalen werden wir überflutet von Spezialprodukten und teuren Präparaten. Dabei sind nur wenige Produkte notwendig, um in einem nicht gewerblichen Haushalt regelmäßig für Sauberkeit zu sorgen.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, ist es hilfreich sich gut zu überlegen, welche Produkte wirklich notwendig sind, im Produktvergleich kann man die kostengünstigste Variante herausfinden. Einige Spartipps können eine Hilfeleistung sein, sich kostengünstig mit den wichtigsten Reinigungsmitteln auszustatten:

Wer vergleicht, spart. Dies gilt auch für den Kauf von Reinigungsmitteln. In zahlreichen Vergleichsportalen existieren ausgiebige Preis-Leistungs-Vergleiche für alle handelsüblichen Reinigungsmittel. Aber nicht nur der Preisvergleich, sondern auch die Qualität ist ausschlaggebend, denn ein qualitativ hochwertiges Produkt ist aufgrund seiner höheren Effizienz oft ergiebiger und somit kostensparender als ein billiges Produkt. Stiftung Warentest ist eine gute Adresse zum Vergleich verschiedener Reinigungsmittel.

Hat man sich bereits sich für ein spezielles Produkt als Reinigungsmittel der Wahl entschieden, so gibt es je nach Händler oder Vertrieb Preisschwankungen. Dasselbe Produkt kann in verschiedenen Verkaufsstellen zu unterschiedlichem Preis erhältlich sein. Hinzu kommen Sonderangebote und Rabattaktionen. Spezielle Marktvergleichsportale oder auch Verbraucher-Apps fürs Handy ermöglichen einen tagesaktuellen Überblick, wo das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten erhältlich ist.

Im Gegensatz zu Lebensmittel besitzen die meisten Reinigungsmittel über eine sehr lange Haltbarkeit. Daraus ergibt sich eine Sparmöglichkeit, indem man Sonderangebote ausnutzt und sich durch cleveres Einkaufen einen Vorrat anlegt. Kauft man das Reinigungsmittel bei Akutbedarf, so hat man oft nicht die Wahl oder die Zeit, sich die günstigsten Angebote auszusuchen.

Spartipps zu Waschmittel und Weichspüler

Waschmittel und Weichspüler gehören zum Standardrepertoire eines jeden Haushaltes. Von den 4,6 Milliarden Euro jährlichem Gesamtumsatz an Putz- Wasch- und Reinigungsmitteln entfallen 1,2 Milliarden Euro auf Waschmittel. 97 Prozent aller deutschen Haushalte sind im Besitz einer Waschmaschine. Ca. 300 Waschladungen entfallen jährlich auf eine vierköpfige Familie. Die Waschmittelindustrie ist somit ein boomender Wirtschaftszweig.

Doch handelsübliche Waschpräparate sind schlichtweg teuer und schaden der Umwelt. Zwei Gründe, die zum Nachdenken anregen, welche Sparmöglichkeiten im Bereich Waschmittel, Weichspüler und Co. anwendbar sind, um langfristig beim täglichen Prozess des Wäschewaschens Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Einige Spartipps und Alternativen zum Thema Waschmittel helfen, beim alltäglichen Wäschewaschen die Haushaltsklasse und die Umwelt nicht zu belasten:

Vorab ein genereller Spartipp für den Gebrauch von Waschmaschinen: Der höchste Energieverbrauch hat die Waschmaschine beim Aufheizen des Wassers. Der Verbrauch für das Drehen der Trommel hingegen ist relativ gering. Aus diesem Grund ist es energie- und kostensparend, bei geringerer Temperatur zu waschen und als Ausgleich ein Waschprogramm mit längerer Laufzeit zu wählen. Dadurch lässt sich bei geringerem Stromverbrauch ein genauso sauberes Waschergebnis erzielen. Inzwischen sind Vollwaschmittel und Colorwaschmittel auf dem Markt, die schon bei 20° Waschtemperatur sehr gute Waschergebnisse hervorbringen.

Der wichtigste Spartipp zum Thema Waschmittel ist die richtige Dosierung: Weniger ist oft mehr. Wieviel Waschmittel notwendig ist, hängt hauptsächlich vom Härtegrad des Wassers ab. Eine Härtegrad-Dosierungs-Tabelle befindet sich auf jeder Waschmittelverpackung. Ein weiterer Parameter ist der Verschmutzungsgrad der Wäsche. Hier ist es oft effektiver, betroffene Stellen vorab mit Fleckenlöser oder Gallseife einzuweichen, und das Waschmittel normal zu dosieren, anstatt zu viel Waschmittel für die gesamte Waschladung zu verwenden.

Das Sortiment an Waschmitteln in den Regalen der Supermärkte und Drogeriemärkten ist erschlagen hoch. Neben dem altbewährten Waschpulver für alle möglichen Textilsorten gibt es inzwischen Tabs, Liquidtabs und Flüssigwaschmittel in Flaschen. Man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Dabei sind in einem normalen Haushalt nur zwei bis drei Sorten Waschmittel notwendig: ein Vollwaschmittel für stark verschmutzte Wäsche, ein Colorwaschmittel für Buntes und ein Wollwaschmittel für Wolle und Seide.

Spezialwaschmittel für spezifische Textilien haben den Klassikern gegenüber keinen zusätzlichen Effekt. Stiftung Ökotest zufolge ist der Gebrauch von herkömmlichem Waschpulver bei richtiger Dosierung das effektivste Mittel der Wahl. Es ist individuell dosierbar und verursacht im Vergleich zu Tabs weniger Müll.

Der Weichspüler ist seit Jahren ein beliebter Zusatz beim Wäschewaschen. Die Wäsche wird akuschelig weich und duftet angenehm, oft wird das Bügeln überflüssig. Die zugesetzten Duftstoffe enthalten Lösungsmittel, Farbstoffe, Konservierungsmittel und teilweise sogar Formaldehyd. Diese Stoffe werden durch die Haut aufgenommen und können dem Körper schaden. Insbesondere Allergiker sollten auf die Verwendung von Weichspüler verzichten. Das Weglassen des Weichspülers ist eine langfristige Sparmöglichkeit für die Haushaltskasse.

Zusatzmittel in Reinigungsmitteln

X-Faktor Zusatzmittel Die hohen Preise vieler Reinigungsmittel sind darauf zurückzuführen, dass außer den eigentlichen Wirkstoffen noch zahlreiche Zusatzstoffe enthalten sind. Diese werden oft nur im Kleingedruckten auf der Packung erwähnt. Dies sind z.B. Duftstoffe, Konservierungsmittel, Bleichmittel, Korrosionsinhibitoren, Weichmacher, organische und anorganische Säuren und Säureverbindungen, Silikate und Farbstoffe.

Klingt erschreckend, ist es auch. Viele dieser zusätzlichen Präparate haben mit dem eigentlichen Reinigungseffekt wenig zu tun, dienen der Konservierung oder des schönen Aussehens oder lassen das Putzmittel angenehm riechen. Viele dieser Stoffe sind gesundheitsschädlich und für die Umwelt bedenklich. Mit Reinigungsmittel, welche diese Zusatzstoffe nicht enthalten, kann man denselben Putzerfolg erzielen und gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt schonen:

Duftstoffe sind in den meisten handelsüblichen Reinigungs- und Waschmitteln enthalten. Es sind chemische Substanzen, die nicht nur auf den Geruchsinn wirken, sondern auch Augen, Luftwege und Haut reizen können. Aufgrund der immer größer werdenden Anzahl von Allergikern gibt es inzwischen eine Vielzahl von duftstofffreien Mitteln auf dem Markt, die teilweise sogar günstiger sind als chemiehaltige Reinigungsmittel. Will man nicht auf einen angenehmen Duft verzichten, so gibt es günstige Alternativen: Einen Spritzer Zitrone ins Putzwasser oder auch ein paar Tropfen Lavendelöl in das Waschmittelfach der Waschmaschine beschert ebenso ein angenehmes Dufterlebnis.

Viele Intensivreiniger und Kalkentferner enthalten große Mengen Bleichmittel. Dabei handelt es sich hauptsächlich um aggressive Chlor – und Wasserstoffperoxidverbindungen. Diese Stoffe sind einerseits äußerst wirkungsvoll, andererseits gefährlich für Atemwege und Schleimhäute. Zu oft wird beim Reinigen mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Alternativ zu teuren Bleichmittelzusätzen gibt es schonende, natürliche Methoden, die gleichzeitig eine Sparmöglichkeit für die Haushaltskasse darstellen, denn die Lösung liegt quasi schon im Kühlschrank: Backpulver und Zitronensaft sind milde natürliche Bleichmittel, ebenso kann man vergilbte Wäsche über Nacht in Milch einweichen und danach wie gewohnt waschen.

Konservierungsstoffe in gängigen Reinigungsmitteln sind oftmals aggressive chemische Verbindungen, die schädlich für Mensch und Umwelt sind. Wer mit natürlichen Produkten reinigen will, kann diese auch mit natürlichen Konservierungsstoffen haltbar machen. Dies sind z.B. Zitronensäure oder pulverförmiges Vitamin C, dies ist im Drogeriemarkt günstig erhältlich. Auch verdünnte Essigessenz oder Haushaltsessig verfügt über gute Konservierungseigenschaften. Zuviel angemischte Reinigungsmittelmengen kann man in Schraubflaschen abfüllen und mit einem dieser natürlichen Produkte versetzten, die Haltbarkeit wird dadurch deutlich verlängert.

Spartipp: Reinigungsmittel selber herstellen

HobbYchemiker oder Experimentierfreudige sind beim Hausputz klar im Vorteil, denn viele Reinigungsmittel kann man ohne großen Aufwand selbst herstellen. Man muss nicht Chemie studiert haben, um aus einfachen Produkten effektive Reinigungsmittel herzustellen. Das Selbermachen von Putzmitteln hat mehrere Vorteile: Selbst hergestellte Produkte bestehen aus einfachen Ausgangsprodukten, die günstig im Supermarkt zu kaufen sind.

Eine echte Sparmöglichkeit im Vergleich zu den teilweise überteuerten Spezialprodukten aus dem Handel. Ein weiterer Vorteil ist die Ökobilanz. Man schont die Umwelt durch weniger Chemikalienbelastung im Abwasser, und last not least verursacht man viel weniger Plastikmüll. Die meisten Putzmittel können auf Vorrat hergestellt werden, und danach in Schraubgläsern für den späteren Gebrauch aufbewahrt werden. Ein echter Spartipp! Hier ein paar Beispiele:

Waschmittel selbst gemacht funktioniert denkbar einfach: 100 g Kernseife, 150 g Soda und 150 g Natron gut vermengen, je nach Härtegrad kann noch etwas Spülmaschinensalz zugesetzt werden, danach mit dem Saft einer halben Zitrone versetzten, als natürlicher Duftstoff kann auch Lavendelöl etc. verwendet werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für Weißwäsche setzt man noch extra 100 g Zitronensäure zu.

Mildes Waschmittel, auch für Handwäsche: Kastanien enthalten natürliche Tenside und eignen sich hervorragend zur Reinigung verschmutzter Textilien. Ein effektiver Spartipp, denn Kastanien kann man im Herbst umsonst sammeln. Die Herstellung des Öko-Waschmittels ist denkbar einfach: Man nimmt eine Handvoll trockene Rosskastanien und teilt sie in Viertel. Danach übergießt man sie mit einem halben Liter Wasser und lässt die Mischung über Nacht stehen. Anschließend durch ein Haushaltssieb oder ein Tuch sieben, fertig ist das Öko-Waschmittel. Beim Einsatz für weiße Wäsche empfiehlt sich die Zugabe von einem Esslöffel Natron als natürliches Bleichmittel.

Orangenreiniger als Fettlöser: Die Schalen von fünf Orangenschalen (Bioqualität!) in ein verschließbares Glas legen und mit Essig oder verdünnter Essigessenz bedecken. Dann das verschlossene Glas zwei Wochen stehen lassen. Dadurch kann der Essig die wirksamen ätherischen Öle aus den Orangenschalen extrahieren. Die natürlichen Orangenterpene haben zusätzlich eine fettlösende Wirkung und sie verbreiten einen frischen Duft. Die Mischung durch ein Haushaltssieb gießen, die Orangenschalen verwerfen, und fertig ist ein wirksamer, biologisch abbaubarer Haushaltsreiniger mit hoher Fettlösekraft.

Polsterreiniger aus Waschnüssen: Waschnüsse sind haselnussgroße Früchte aus Indien, sie wachsen an riesigen Seifenbaumgewächsen. Der Name ist nicht umsonst gewählt. Sie enthalten waschaktives Saponin, ein natürliches Tensid. Saponine werden auch in Zahnpasten als Schaumbildner eingesetzt. Waschnüsse sind in Biosupermärkten erhältlich. Das Rezept: Fünf Waschnussschalen zerdrücken und in einem Liter Wasser aufkochen. Langsam abkühlen lassen, danach die Nussschalen absieben und verwerfen. Die extrahierte Lösung wird mit 30 ml Spiritus versetzt.

Dieser sorgt einerseits für die Konservierung und sorgt für eine schnellere Verdunstung des Reinigungsmittels. Gegen Wasserflecken auf dem Polstermaterial empfiehlt sich als kalklösende Komponente die Zugabe von einem Teelöffel Natriumcitrat oder dem Saft von zwei Zitronen.

Zahnpasta als vielseitiges Reinigungsmittel

Zahnpasta reinigt nicht nur die Zähne, sondern ist ein wahrer Allrounder als Reinigungsmittel, eine kostengünstige und wirkungsvolle Alternative zu teuren Putzmitteln im Haushalt. Denn Zahnpasta enthält neben Geschmacksstoffen, Feuchtmitteln und Schaumbildnern auch antibakterielle Substanzen, durch welche in erster Linie schädliche Bakterien und Pilze von der Zahnoberfläche entfernt werden.

Außerdem enthalten viele Sorten Zahnpasta Marmorpulver, Silikate oder Micropallets, sogenannte Abrasivstoffe, welche eine leichte Schleifwirkung besitzen. Diese Eigenschaft kann man sich bei der Anwendung als Reinigungsmittel im Haushalt zunutze machen. Besonders milde Zahncremes enthalten weniger dieser Abrasive und sind deshalb weniger als Hausmittel zur Schmutzbekämpfung geeignet. Welche Sparmöglichkeiten sich durch den Einsatz von Zahnpasta als Reinigungsmittel ergeben, dazu einige Spartipps:

Mit Zahnpasta lassen sich Tintenflecken auf Textilien sehr gut entfernen. Vorsichtig einen Tupfer Zahnpasta auf den betroffenen Tintenfleck auftragen und vorsichtig rubbeln, danach mit Wasser ausspülen. Dies führt zum selben Erfolg wie teure Fleckenentferner. Bei besonders hartnäckigen Flecken kann man die Zahnpasta auch antrocknen lassen und danach abkratzen.

Besteck und Schmuck aus Silber können mithilfe von Zahnpasta wieder auf Hochglanz poliert werden. Einen Tropfen Zahncreme auf ein weiches Baumwolltuch geben und damit das beschlagene Silber gründlich abreiben, ist eine wirksame Alternative zu teuren Silberreinigern und somit ein echter Spartipp.

Spartipp für Musiker: Vergilbte Klaviertasten können durch die Anwendung von Zahnpasta wieder in edlem Weiß erscheinen.

Ablagerungen und Verfärbungen von Fliesenfugen können durch Zahnpasta sehr gut beseitigt werden. Durch die raue Beschaffenheit des Fugenmaterials lagern sich sehr schnell Schmutzpartikel ein, was zu einer unansehnlichen grauen Oberfläche führt. Passend zur Zahnpasta kann man mithilfe einer alten Zahnbürste die verschmutzten Stellen säubern. Neben dem Abschleifeffekt verhindern die antibakteriellen Zusatzstoffe der Zahncreme prophylaktisch den Befall von Keimen und Schimmelpilz.

Zahnpasta ist ein hervorragender Geruchskiller. Sind die Hände mit geruchsintensiven Lebensmitteln, wie Zwiebeln oder Knoblauch in Berührung gekommen, so kann man einen Klecks Zahnpasta als Handwaschpaste zweckentfremden. Die Zahncreme kurz aber intensiv einmassieren, dies entfernt die unangenehmen Gerüche und erspart somit die Kosten für spezielle Handwaschpasten.


Neben der Auswahl der Spartipps im Bereich Reinigungsmittel, gibt es in anderen Bereichen rund um den Alltag im Haushalt noch zahlreiche weitere Sparmöglichkeiten, u.a. nachzulesen in unseren Beiträgen Spartipps für den Alltag, Spartipps für Familien, Spartipps zum Thema Haushaltsgeräte und Clever einkaufen. Ist es durch die Realisierung unserer Spartipps gelungen, ausreichend Kosten zu sparen und man möchte das gesparte Geld in einen erholsamen Urlaub investieren, so gibt es auch Möglichkeiten, in der schönsten Zeit des Jahres die Reisekasse zu schonen, nachzulesen in den Artikeln Spartipps für die Reisebuchung und Spartipps für alternative Verkehrsmittel.

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Sparen!

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